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Trickbetrüger als Wasserwerker getarnt

Dem Opfer wurde nicht nur die EC Karte gestohlen

Am 13. März 2014, gegen 14.35 Uhr, meldete sich ein ehrlicher Finder, der im Bereich Bonsfelder Straße in Langenberg eine auf der Straße liegende EC-Karte gefunden hatte und diese über die Polizei an den rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben lassen wollte.

Mettmann - Schnell konnte eine 82-jährige Langenbergerin als Eigentümerin ermittelt und aufgesucht werden. Dabei stellte sich schnell heraus, dass es sich bei der EC-Karte nicht nur um eine normale Fundsache nach Verlust handelte. Die 82-jährige Seniorin hatte das Fehlen ihrer Geldkarte bis zum
Besuch der Polizei noch nicht bemerkt. Den Beamten erzählte sie aber, dass sie am gleichen Tag, etwa gegen 13.45 Uhr, unangemeldeten Besuch bekommen hatte. Ein bislang unbekannter Täter hatte sich als Wasserwerker vorgestellt und behauptet, in amtlichem Auftrag die Wasserleitungen in der Wohnung der alten Dame überprüfen zu müssen. Während diese sich mit dem Unbekannten bei geschlossener Zimmertüre im Bad aufhielt, sei die Wohnungstüre die ganze Zeit unverschlossen und geöffnet geblieben, so dass weitere Personen hätten unbemerkt eindringen und die Wohnung durchsuchen können.

Erst nach diesen Schilderungen stellte die nun beunruhigte Rentnerin fest, dass ihr neben der EC-Karte tatsächlich auch mehrere hundert Euro Bargeld und ein Sparbuch aus der Wohnung an der
Hauptstraße entwendet worden waren. Sofort veranlasste Ermittlungen der Polizei führten dann leider auch noch zu einer weiteren Hiobsbotschaft für die Geschädigte. Denn ein befragtes Geldinstitut
teilte mit, dass die unbekannten Täter, mit der inzwischen wieder aufgefundenen EC-Karte, zuvor noch an einem Geldautomaten 1.000,- Euro vom Konto der Geschädigten abgehoben hatten.

Der falsche Wasserwerker wird von der Geschädigten wie folgt
beschrieben:

- männlicher Deutscher - sprach akzentfrei,

- ca. 170 cm groß und korpulent,

- kurze braune Haare,

- bekleidet mit einem "Blaumann"

Bisher liegen der Velberter Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Herkunft, Identität und Verbleib der unbekannten Trickdiebe vor. Maßnahmen zur Spurensicherung und weitere Ermittlungen wurden
veranlasst, ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei kreisweit insbesondere ältere Mitbürger davor, unbekannte Personen unkontrolliert in die eigenen vier Wände einzulassen. Schauspielerisch begabte Diebe und
Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich aber immer neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen
Amtspersonen- und Handwerkereigenschaft vor oder behaupten ganz einfach, Sie zu kennen. Dabei verfolgen diese Diebe und Betrüger immer nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen, damit die Täter in
Ihre Wohnung gelangen. Lassen Sie es nicht so weit kommen ! In Ihren vier Wänden sind Sie mit dem oder der Fremden allein - und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben. Dies gilt besonders im Hinblick darauf, dass solche Täter oft auch nicht alleine in Ihre Wohnung kommen.

Einige Täter lügen Ihnen vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufsuchen zu müssen. Dabei treten Trickbetrüger und -diebe zum Beispiel in folgenden Rollen auf:

- Polizei- bzw. Kriminalbeamte oder Gerichtsvollzieher,

- Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke,

- Handwerker, Heizkostenableser oder sonstige Beauftragte der Hausverwaltung,

- Mitarbeiter der Kirche, des Sozialamtes oder von anderen sozialen Stellen,

- Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung,

- Postzusteller oder Monteure einer Telefongesellschaft.

Die Polizei rät:

- Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen ihrer Wohnungstüre, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage.

- Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre (z. B. Kastenschloss mit Sperrbügel).

- Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung.

- Verlangen Sie einen Ausweis ! Klären Sie durch ein Telefonat mit der angeblich entsendenden Dienststelle oder mit dem vermeintlichen Auftraggeber die Richtigkeit des Besuches.



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