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Toter Säugling in Krefeld: Massen-Gentest geplant

Überprüfung gebärfähiger Mädchen und Frauen

Nach dem Fund eines offenbar getöteten Säuglings in Krefeld hat ein Amtsrichter den Weg für einen Massen-Gentest freigemacht.

Krefeld - Knapp drei Wochen nach dem Fund eines offenbar getöteten Säuglings in Krefeld hat am Montag ein Amtsrichter den Weg für einen Massen-Gentest bei der Suche nach der Mutter freigemacht. Die von der Staatsanwaltschaft erwirkte DNA-Reihenuntersuchung soll Ende dieser Woche beginnen, wie die Ermittler ankündigten. Zielgruppe sind demnach alle jungen Mädchen und Frauen, die ein Kind gebären können. Wo genau die Aktion beginnt, wollten Staatsanwaltschaft und Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen.

Der tote Säugling war am 5. März in einem Waldgebiet in Krefeld-Fischeln gefunden worden. Im Mund des Mädchens befand sich ein Pfropfen aus mehreren Tüchern. Die Obduktion der Babyleiche ergab, dass das Kind nach der Geburt gelebt hatte. Zugleich wurde bei der Untersuchung des toten Säuglings DNA der Mutter gefunden.

Den Ermittlern zufolge sollen die Frauen nun von der Polizei zu Hause aufgesucht und um die freiwillige Abgabe einer DNA-Probe gebeten werden. Frauen, die den Test ablehnen, seien grundsätzlich nicht automatisch verdächtig, betonten die Behörden. Die Polizei werde jedoch in solchen Fällen weitere Ermittlungen vornehmen, "um einen Tatverdacht sicher ausschließen zu können".

Seit dem Fund des toten Kindes waren bei der Polizei insgesamt knapp 60 Hinweise eingegangen. Keiner davon führte bislang zur Identifizierung der Mutter.

(xity, AFP)


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