16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Tom Cruise ist erneut in seiner Paraderolle

Tom Cruise ist erneut in seiner Paraderolle

Ethan Hunt geht wieder auf eine unmögliche Mission

In seinem sechsten Einsatz als IMF-Agent Ethan Hunt kämpft sich Tom Cruise durch ein wendungsreiches, rasant getaktetes Spionageabenteuer.

Düsseldorf - Nach der Wiederbelebung der Impossible Missions Force (IMF) unter Leitung von Alan Hunley (Alec Baldwin) wird der in Belfast ausharrende Ethan Hunt (Tom Cruise) auf eine Terrororganisation namens "Die Apostel" angesetzt. Die will eine waffenfähige Plutoniummenge erwerben und damit die Welt in ihren Grundfesten erschüttern.

Um zu verhindern, dass die von einem gewissen John Lark angeführten Verbrecher in den Besitz des radioaktiven Materials gelangen, reist der Top-Agent mit seinen langjährigen Partnern Benji Dunn (oftmals für humorvolle Töne verantwortlich: Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) nach Berlin, wo der Kampfstoff verkauft werden soll. Das Treffen mit den Schwarzmarkthändlern endet für Hunt und Co. allerdings in einem Fiasko. Bei einem Schusswechsel wird Luther verletzt. Und im anschließenden Durcheinander verschwindet das Plutonium, was die CIA-Chefin Erica Sloan (Angela Bassett) dazu veranlasst, dem IMF-Team mit August Walker (Henry Cavill) einen undurchschaubaren Aufpasser an die Seite zu stellen.

McQuarrie, der nach dem letzten Hunt-Abenteuer "Mission: Impossible - Rogue Nation" abermals Drehbuch und Regie übernahm, schickt seinen Star durch eine hochtourige, fast nie zur Ruhe kommende Geschichte, die immer wieder unvermittelt ihre Richtung ändert. Auch wenn die Intrigen und die reihentypischen Gummimaskenspiele nicht immer vollends verblüffen können, jongliert der Film zumeist auf gewitzte Weise mit der Erwartungshaltung und der Wahrnehmung des Zuschauers. Gelungen ist schon ein Bluff im Anfangsdrittel, der unverkennbar auf das heute leider allerorten grassierende Fake-News-Phänomen abzielt.

Da im Zentrum der Handlung die Suche nach dem Plutonium steht, muss es nicht verwundern, dass "Mission: Impossible - Fallout" im Showdown das äußerst beliebte Motiv einer tickenden Bombe benutzt. Obwohl diese Entwicklung vorhersehbar ist, gelingt es dem Regisseur, die Spannungsschraube immer weiter anzuziehen, bis dem Publikum nichts anderes übrigbleibt als mitzufiebern. Für einige Lacher könnten jedoch die überkandidelten, nicht sehr realistischen Actionexzesse sorgen, die sich gegen Ende vermehrt aneinanderreihen.

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