Tödlicher Hotelbrand in Hamburg von Übernachtungsgast gelegt

46-Jähriger aus Niedersachsen gesteht Tat

Das Feuer in einem Hotel am Hamburger Hauptbahnhof mit einem Toten und zehn Verletzten im April ist nach Polizeiangaben durch einen Hotelgast gelegt worden.

Hamburg - Die Ermittlungen hätten zu einem 46-Jährigen aus Niedersachsen geführt, teilte die Polizei am Montag in der Hansestadt mit. Er habe die Tat gestanden.

Der Verdächtige war demnach zeitgleich zu den Hamburger Ermittlungen als Verdächtiger in mehreren Brandfällen ins Visier der Polizei im niedersächsischen Cloppenburg gerückt. So soll er versucht haben, Feuer in einem Hotel in Jever zu legen, in dem er als Gast unterkam. Zudem soll er Papiercontainer angesteckt haben.

Nachdem sich die Hinweise auf einen Beteiligung des 46-Jährigen bei einer Vernehmung durch das Hamburger Landeskriminalamt im Mai zunächst nicht hatten erhärten lassen, gestand der Mann nach Angaben der Hamburger Polizei dann Anfang Juni gegenüber den Beamten in Cloppenburg alle Brandstiftungen. Er sitzt in einer Hamburger Untersuchungshaftanstalt.

Bei dem Feuer in dem vor allem von Rucksacktouristen und Handwerkern genutzten kleinen dreistöckigen Hotel war am 20. April ein 32-Jähriger aus Bhutan ums Leben gekommen, zehn weitere Gäste erlitten Rauchvergiftungen. Das Feuer war im Erdgeschoss ausgebrochen. Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, brannte es bereits sehr stark.

(xity, AFP)