Tipps für den Medienkonsum von Kindern

Wie viel ist gesund?

Einen riesengroßen, bunten Strauß unterschiedlichster Geschichten hält das Fernsehen für Kinder parat, und so ist es nicht verwunderlich, dass die Kleinen immer mehr davon wollen. Experten aber warnen vor zu viel Medienkonsum.

Baierbrunn - Kinder, die viel Fernsehen oder auch im Internet surfen bewegen sich weniger, können sich schlechter konzentrieren und spielen seltener mit anderen Kindern, sagt uns Chefredakteurin Stefanie Becker, vom Apothekenmagazin "Baby und Familie" und erklärt, wie Kinder einen vernünftigen Umgang mit den Medien lernen können: "Wenn der Nachwuchs medienkompetent werden soll, müssen vor allem Eltern als gutes Vorbild vorangehen. Das bedeutet zum Beispiel, dass es medienfreie Zeit geben sollte, in der keine Mails gecheckt werden und kein Fernseher läuft. Kinder brauchen nämlich Medien-Auszeiten, und sie müssen in der realen Welt auf Entdeckertour gehen können, mit anderen spielen, kommunizieren und erleben, dass sie selbst Dinge bewirken können."

Da fragen sich natürlich viele Eltern, wie viel Fernsehkonsum sie ihren Kindern erlauben sollen und ab welchem Alter? "Frühestens ab dem dritten Geburtstag sollten Eltern den Kleinen erlauben, eine Sendung von circa 10 Minuten, wie zum Beispiel "Sandmännchen" anzuschauen. Und je älter die Kinder werden, desto länger dürfen sie Zeit vor dem Fernseher verbringen, Siebenjährige zum Beispiel 45 Minuten. Und natürlich sollte man bei Grundschülern auch mal eine Ausnahme machen und einen Film ganz anschauen lassen, am besten dann gemeinsam."

Man sollte sich nicht auf Verhandlungen mit dem Nachwuchs einlassen, sondern besser einen Wecker stellen. Neben dem Fernseher gibt es aber auch die digitalen Medien, gelten hier die gleichen Regelungen? "Ja, die Empfehlungen der Experten gelten auch für Tablet oder Smartphone. Man sollte vor allem altersgerechte Spiele und Apps auswählen. Und Eltern müssen den Kindern klarmachen, dass sie nicht selbstständig herumklicken und etwas herunterladen dürfen, denn schon die Jüngeren verstehen schnell, wie das funktioniert", so Stefanie Becker abschließend.