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Timoschenkos Tochter dankt Berlin für Unterstützung

Lob für die Bundesregierung

Die Tochter der ukrainischen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko hat der Bundesregierung für ihre Unterstützung gedankt. Jewgenija Timoschenko sagte, Berlin habe sich "ab dem ersten Tag" für die politischen Gefangenen eingesetzt.

Die Tochter der im Zuge des Umsturzes in der Ukraine aus dem Gefängnis freigekommenen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko hat der Bundesregierung für ihre Unterstützung gedankt. Jewgenija Timoschenko sagte im ARD-Morgenmagazin, Berlin habe sich "ab dem ersten Tag" für die politischen Gefangenen des am Samstag abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch eingesetzt. Zudem habe die Bundesregierung ihrer unter starken Rückenproblemen leidenden Mutter geholfen, sich behandeln zu lassen, so weit das im Gefängnis möglich gewesen sei.

Julia Timoschenko will sich nach Angaben ihrer Vaterlandspartei im März medizinisch in Deutschland behandeln lassen. Sie habe ein entsprechendes Angebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angenommen, hieß es am Montag. In einem Telefonat hätten die beiden Politikerinnen vereinbart, sich "sehr bald" zu treffen. Deutsche Regierungskreise bestätigten das Telefonat. Merkel habe der kranken Oppositionsführerin weitere medizinische Behandlung in Deutschland angeboten.

Auf die Frage, ob ihre Mutter bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine Ende Mai kandidieren werde, antwortete Jewgenija Timoschenko in der ARD ausweichend. Hierzu werde es in etwa ein bis zwei Wochen eine offizielle Erklärung geben. Derzeit sei es unter anderem wichtiger, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden und die für die Gewalt auf dem Maidan Verantwortlichen vor internationale Gerichtshöfe zu stellen.

Timoschenko war am Samstagabend nach zweieinhalb Jahren aus der Haft entlassen worden. Die 53-Jährige war 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. In der Haft erlitt einen Bandscheibenvorfall und trat wiederholt aus Protest gegen ihre Haftbedingungen in einen Hungerstreik. Deutsche Ärzte reisten mehrmals zu Timoschenko, um ihren Gesundheitszustand zu überprüfen.

© 2014 AFP


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