Till Heidenheim zu Gast im Rathaus Gerresheim

Düsseldorfer Stolpersteine erinnern an die Familie

Auf Einladung von Bezirksbürgermeisterin Maria Icking besuchte der aus einer Gerresheimer Familie mit jüdischen Wurzeln stammende Till Heidenheim am Freitag, 16. September 2022, das Rathaus in Gerresheim.

Düsseldorf - Der 90-Jährige lebt seit vielen Jahren in Lübeck. Obwohl die Familie Heidenheim zum katholischen Glauben konvertierte, wurde sie im Nationalsozialismus verfolgt. Auch nach dem Krieg litt Till Heidenheim noch unter der Fortsetzung der Ausgrenzung. Allerdings gab er jetzt zu verstehen, dass er seinen Frieden mit der leidvollen Vergangenheit in Gerresheim gemacht hat. Zudem freute er sich auf die Teilnahme an den Jubiläumsfeierlichkeiten des Gymnasiums Gerresheim, dessen erster angemeldeter Schüler er war, am Samstag, 17. September 2022.

Bezirksbürgermeisterin Maria Icking versicherte ihm, dass hier im Stadtteil viele Mitbürgerinnen und Mitbürger das Schicksal der jüdischen und zum Christentum konvertierten Familien aus unserer Mitte nicht vergessen werden. Nach dem Besuch im Gerresheimer Rathaus suchte Till Heidenheim noch das ehemalige Wohnhaus in der Friedingstraße auf, wo Stolpersteine an die Familie erinnern.