15.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Tierschutzbund kritisiert Löwentötung in Kopenhagen

Tierschutzbund kritisiert Löwentötung in Kopenhagen

Verband wirft Tierparks unethisches Verhalten vor

Der Deutsche Tierschutzbund hält die Tötung von vier Löwen im Kopenhagener Zoo für "ethisch unverantwortlich".

Berlin - "Es geht um Besucher und letztlich darum, was das Tier einbringt. Hat es seinen Zweck erfüllt, wird es abgeschoben oder getötet - das ist die traurige Wahrheit in vielen Zoos", erklärte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder eiter.

Der Zoo, der weltweit bereits wegen der Tötung des Giraffenjungen Marius in die Kritik geraten war, hatte vier gesunde Löwen einschläfern lassen. Die Leitung begründete ihre Entscheidung mit der bevorstehenden Ankunft eines neuen Löwen-Männchens. Die bisherigen zwei Zuchttiere des Tierparks seien zu alt gewesen. Zwei Jungtiere des Rudels wären von dem Neuankömmling aufgrund seines natürlichen Verhaltens getötet worden. Es sei unmöglich gewesen, für sie eine neue Bleibe zu organisieren.

Der Tierschutzbund warf Zoos generell eine fragwürdige Bestandsregulierung vor. Viele Tierparks züchteten "nahezu unkontrolliert", obwohl der Platz für die zusätzlichen Tiere fehle. Nachdem der zunächst noch niedliche Nachwuchs als Besuchermagnet eingesetzt werde, würden die erwachsenen Tiere später getötet oder an "dubiose Tierhändler, Zirkusse oder Privatpersonen" verkauft. Auch in den deutschen Zoos würden jedes Jahr gesunde Tiere getötet.

(xity, AFP)


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