THW-Vizepräsidentin beklagt Streuen von Falschinformationen im Hochwassergebiet

Lackner hat Angriffe wie jüngst auf Einsatzkräfte "in 20 Jahren noch nicht erlebt"

Die Lage für die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) im Hochwassergebiet spitzt sich nach den Worten von Vizepräsidentin Sabine Lackner weiter zu.

Die Lage für die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) im Hochwassergebiet spitzt sich nach den Worten von Vizepräsidentin Sabine Lackner weiter zu. Sie habe erlebt, dass "einige Menschen mit Sprinter vorgefahren sind und auch Falschinformationen in der Bevölkerung vor Ort streuen", sagte sie der Onlineausgabe der "Zeit" über die Einsätze am Samstag.

Schon zuvor waren Fälle bekannt geworden, in denen THW-Helferinnen und Helfer in den Überschwemmungsgebieten angegriffen und beleidigt wurden. "Das sind Vorfälle, die ich in meiner Zeit beim Technischen Hilfswerk in 20 Jahren noch nicht erlebt habe", sagte Lackner "Zeit Online".

Die Mitarbeiter seien nicht nur mit den Resten von Hausrat beworfen worden, sondern auch fotografiert worden, "was unsere Freiwilligen und wir bei unserer Arbeit natürlich bedrohlich finden". Die Angreifer agierten zudem teilweise mit gefälschten Journalistenausweisen.

Die THW-Vizepräsidentin schloss sich zudem dem Aufruf von Polizei und Krisenstab an die Bevölkerung an, zunächst nicht mehr zu freiwilligen Hilfseinsätzen ins Katastrophengebiet zu reisen. Es seien bereits tausende Helfer vor Ort, "und schon allein das muss koordiniert werden", sagte Lackner. "Wenn mehr Menschen in die Katastrophengebiete reisen, dann wird die Lage für uns unübersichtlich."

© 2021 AFP