22.05.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Theater zweier Zeiten"

"Theater zweier Zeiten"

Neue Ausstellung im Theatermuseum Düsseldorf

In Danzig entsteht zurzeit ein neues Shakespeare Theater. Zu diesem Anlass zeigt das Theatermuseum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem polnischen Institut eine Ausstellung unter dem Titel "Theater zweier Zeiten".

Düsseldorf - Gezeigt wird die Entstehungsgeschichte des Theaters, welches die Funktion des ersten öffentlichen Theaters Polens aufgreift. Am Standort des alten Gebäudes, welches beinahe zwei Jahrhunderte überdauerte, wird nun ein neues Gebäude errichtet, dass den Anforderungen des zeitgenössischen Theaters entgegenkommt.

Die Idee zu einem in Danzig errichteten Theater im elisabethanischen Stil kam nicht von ungefähr. Als Danzig im 16. und 17. Jahrhundert einen kulturellen Höhepunkt erreicht, ist es die Stadt mit dem größten Hafen im östlichen Europa. In dieser Zeit, von etwa 1600 bis 1660, gastieren fast jeden Sommer professionelle englische Theatergruppen in der Stadt und zeigen Inszenierungen, die sich durch hohe Standards in der Dramatik und Schauspielkunst, aber auch durch Tanz und Musik auszeichneten.

Das Danziger Theater, 1611 erstmals urkundlich erwähnt, blieb über gut 100 Jahre hinweg das einzige, ständige Theater der Stadt. Als Holzbau erlebte ees zahlreiche Renovierungen und Umbauten. 1635 wurde es abermals neu errichtet. In der 1990er Jahren entstand dann die Idee, das Theater zu rekonstruieren. Der gemeinnützigen "Theatrum Gedanese Stiftung" gelang es schließlich neben den weltbekannten Film- und Theaterregisseuren Sir Peter Hall und Andrzej Wajda auch den Prinzen von Wales als Schirmherren zu gewinnen. "Prinz Charles war der erste Mann seines Ranges, der auf einen Brief von einem Niemand wie mir antwortete," erklärt Jerzy Limon, Direktor des neuen Shakespeare-Museums. "Aber ihm gefiel die Idee so gut, dass es kurze Zeit später zum Treffen kam. Letztendlich übernahm er sogar die Schirmherrschaft."

Besonders an dem neuen Bau ist, dass sich das Dach öffnen lässt. So können Stücke bei Tageslicht aufgeführt werden. Die Fassade des Gebäudes orientiert sich an den Einflüssen der Danziger Architektur. Besonders dominant im Stadtbild Danzigs sind die großen Kirchenbauten. So sieht auch das neue Shakespeare-Theater aus wie eine Kirche.


"Theater zweier Zeiten"
Werbung

Copyright 2018 © Xity Online GmbH