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Teure konsularische Hilfe für Rückflug aus Thailand

Gericht: Deutscher muss Flugkosten voll erstatten

Ein Deutscher muss einem Gerichtsurteil zufolge mehr als 800 Euro Flugkosten übernehmen, die eine von einem Konsulat in Thailand organisierte Rückreise kostete. Der Mann hatte argumentiert, das Konsulat hätte auch einen Billigflieger buchen können.

Die Hilfe einer deutschen Auslandsvertretung für einen Rückflug aus Thailand ist einen Deutschen teuer zu stehen gekommen: Der Mann muss die Flugkosten erstatten, entschied das Verwaltungsgericht Berlin. Er hatte vergeblich geltend gemacht, dass die Botschaft die Kosten mit der frühzeitigen Buchung eines Billigfliegers hätte reduzieren können.

Der damals mittellose Kläger hielt sich laut Gericht im Jahr 2012 mit abgelaufenem Visum in Thailand auf, wo er nach einem Krankenhausaufenthalt in Abschiebehaft genommen wurde. Für seine im Wege konsularischer Hilfe organisierte Rückreise sollte er schließlich 858,77 Euro zahlen. Dagegen wandte er sich mit der Klage und begründete dies damit, dass die Kosten mit einem Billigflug hätten reduziert werden können.

Das Verwaltungsgericht entschied nun, dass die deutschen Auslandsvertretungen zu Recht in der Regel Direktflüge namhafter Fluggesellschaften für solche Reisen wählten. Billigflüge stellten sich erfahrungsgemäß nicht als die kostengünstige Form der Hilfe dar, erklärten die Richter. So böten diese Flüge regelmäßig keine kostenfreien Umbuchungen, die aber in solchen Fällen häufig notwendig seien. Gegen das Urteil kann die Zulassung der Berufung beantragt werden.

© 2014 AFP


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