19.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Tausende verabschieden in Syrien getötete Deutsche

Tausende verabschieden in Syrien getötete Deutsche

Frau kämpfte an der Seite von Kurden gegen den IS

Rund 2000 Menschen haben in Duisburg Abschied von der 19-jährigen Deutschen genommen, die in Syrien im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) getötet worden war.

Duisburg - Nach einer Kundgebung seien rund 2000 Menschen am Samstagnachmittag in einem Trauermarsch zum Friedhof gezogen, teilte die Duisburger Polizei mit. Der Beerdigung wohnten nach Angaben von Unterstützern der Toten etwa 6000 Menschen bei.

Die Frau war vor einer Woche in einer Schlacht um die Stadt Tall Tamer in Nordostsyrien getötet worden. Sie hatte an der Seite kurdischer Truppen gegen den IS gekämpft. Ihre Leiche wurde über die Türkei nach Deutschland gebracht und zunächst von der Staatsanwaltschaft Duisburg beschlagnahmt. Diese leitete Ermittlungen gegen Unbekannt ein. Nach ersten Erkenntnissen erlitt die 19-Jährige zwei Schussverletzungen.

Auf Seiten der kurdischen Volksbefreiungseinheiten kämpfen in Syrien etwa 7000 Frauen, was einem Anteil von rund 35 Prozent entspricht. Den kurdischen Kampfgruppen und anderen Milizen, die den IS bekämpfen, schlossen sich inzwischen einige Dutzend westliche Kämpfer an. Die Dschihadistenorganisation wird hingegen von tausenden Kämpfern aus dem Westen unterstützt.

(xity, AFP)


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