Tag des Germanwings-Absturzes jährt sich heute

Hinterbliebene gedenken den Opfern

Auch im nordrhein-westfälischen Haltern am See haben die Menschen am Donnerstag der Opfer des Germanwings-Absturzes vor einem Jahr gedacht.

Haltern - Am ersten Jahrestag des Germanwings-Absturzes hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Hinterbliebenen ihre Solidarität zugesichert. "Sie sind mit ihrem Schmerz nicht allein", heißt es in einem Beitrag der Kanzlerin in der "Halterner Zeitung". Unter den Opfern der Katastrophe waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See.

Bei ihrem Besuch im Joseph-König-Gymnasium im vergangenen Jahr habe sie spüren können, "mit wie viel Liebe und Mitgefühl des schrecklichen Verlusts der 16 Mitschülerinnen und Mitschüler und der beiden Lehrerinnen gedacht wird", schrieb Merkel weiter.

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) bezeichnete es in dem Blatt als "wirklich außergewöhnlich", wie Lehrer und Schüler "in dunkelsten Stunden" Wege gefunden hätten, "würdevoll zu trauern und sich gemeinsam Halt zu geben".

Der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings war am 24. März 2015 auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den südlichen französischen Alpen abgestürzt. Unter den 150 Toten waren 72 Deutsche. Den Ermittlungen zufolge ließ Copilot Andreas Lubitz die Maschine absichtlich abstürzen. Er hatte in der Vergangenheit unter schweren Depressionen gelitten.

(xity, AFP)