21.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Tag des christlich-islamischen Dialogs"

"Tag des christlich-islamischen Dialogs"

1700 Bäume wurden gepflanzt

Auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Ackerfläche im Oppumer Busch, 300 Meter südlich der Wohnbebauung an der Bacherhofstraße, sind am Samstag insgesamt 1700 Bäume, darunter 900 Eichen, 300 Linden und 150 Vogelkirschen, gepflanzt worden.

Krefeld - Die Anpflanzung ist eine Initiative der Christlich-Islamische Gesellschaft unter fachlicher Begleitung des Fachbereichs Grünflächen der Stadt Krefeld. Die Pflanzung hat den "Tag des christlich-islamischen Dialogs“ zum Anlass, der am 10. Mai in Krefeld stattfinden wird.

Und wie gut die Gemeinschaft unter Christen und Moslems schon jetzt, im Vorfeld des Aktionstages funktioniert, zeigte sich deutlich auf der Parzelle im Oppumer Süden: Zahlreiche islamische Vereine, Mitglieder der evangelischen Kirche und Katholiken und auch weitere Bürger packten nach dem gemeinsamen Gebet mit an. "Ich glaube, mit so vielen Helfern haben wir eine solche Aktion noch nicht durchgeführt“, sagte Bodo Meyer vom Fachbereich Grünflächen. Rund 150 Menschen halfen beim Anlegen des neuen Waldes. Während ein Traktor Furche um Furche in den Wiesen- und Ackerboden zog, waren die Helfer damit beschäftigt, die kleinen Setzlinge in den Boden zu stecken. Wieder andere kümmerten sich dann darum, die Erde wieder zusammenzudrücken. Und so standen schon am frühen Vormittag rund zwei Drittel der 1700 Bäume. "Für uns ist das ein toller Auftakt. Das Symbol des Tages des christlich-islamischen Dialogs ist ein Baum. Moslems und Christen packen hier gemeinsam mit an, um viele Bäume wachsen zu lassen. Darauf kommt es an: In der Gemeinschaft sind wir stark, gemeinsam können wir etwas erreichen“, so Thomas Lemmen von der Christlich-Islamische Gesellschaft.

Der Ursprung der Pflanzaktion geht auf Sahisen Yilmaz, Vorsitzender der Türkisch-islamischen Gemeinde Krefelds, zurück. Er lernte Johann Heller-Steinbach vom Fachbereich Grünflächen beim Tag der offenen Moschee im vergangenen Jahr kennen. "Unsere Idee war die Pflanzung eines symbolischen Baums. Als wir dann von einer Pflanzung von 1700 Bäumen hörten, waren wir begeistert.“ Auch Marc Blondin, Vorsitzender des Umweltausschusses, half tatkräftig mit: "Wir erhalten jedes Jahr den Waldzustandsbericht mit zum Teil sehr schlimmen Ergebnissen. Den Bäumen geht es nicht gut, viele sind erkrankt und müssen gefällt werden. Da ist eine solche Aktion natürlich Gold wert.“

Nach der Pflanzaktion ist vor dem "Tag des christlich-islamischen Dialogs“, der von der Christlich-Islamischen Gesellschaft in Kooperation mit fünf katholischen Erzbistümern beziehungsweise Bistümern und zwei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen sowie islamischen Verbänden und Gemeinschaften veranstaltet wird. Vor Ort sind prominente Vertreter von Religion, Politik, Wissenschaft und Kunst. Sie stehen interessierten Gästen Rede und Antwort. "Es ist das erste Mal, dass es diesen Tag gibt. Wir haben uns eine Stadt im Ruhrgebiet oder Ruhrgebietsnähe gewünscht und haben uns schließlich für Krefeld entschieden“, so Lemmen. Erwartet werden rund 1000 Teilnehmer.

Ausführliche Informationen zum Programm finden sich unter http://dialogtag.christenundmuslime.de. Die Teilnahme am "Tag des christlich-islamischen Dialogs“ ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erwünscht unter dialogtag@chrislages.de.


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