"Süverkrüps Fälscherwerkstatt"

Ausstellung im Heine-Institut Düsseldorf

Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert bis zum 12. Juni die Ausstellung "Süverkrüps Fälscherwerkstatt - Neue Bilder, neue Rätsel".

Düsseldorf - Die Bilder des Düsseldorfer Künstlers und Ex-Liedermachers Dieter Süverkrüp tragen ungewöhnliche Titel wie "Die Jungfrau von den Socken", "Der gesunde Eigennutz" oder "Wer ist dran mit Aufräumen?" und sind durch eine zentrale Frage miteinander verbunden: Handelt es sich um Originale? Die Echtheit der Bilder sollten drei, von Süverkrüp erfundene, "Experten" fachgerecht prüfen. Ihre Einschätzungen lassen sich in absurd-komischen Texten, die die Ausstellung flankieren, wiederfinden: Ein Sinn für Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung sollten die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung mitbringen.

45 Bilder (zumeist Öl auf Leinwand) und 35 weitere bemalte Objekte sind im Heinrich-Heine-Institut zu sehen. Alles Originale des Künstlers Dieter Süverkrüp - oder doch nicht? Sind die Werke vielleicht das Handwerk eines Fälschers? Mit dieser Frage beginnt die vom Künstler Dieter Süverkrüp ausgedachte Geschichte rund um seine Werke: Ein mysteriöser Jean Jacques Pièrre kommt ins Spiel, ein französischer Täuschungstechnologe, der angeblich im 17. und 18. Jahrhundert gelebt haben soll. Auf virtuelle Weise habe er dem Heinrich-Heine-Institut eine kritische Untersuchung der Werke empfohlen. Seine These: Die Bilder, mit all ihren abwegigen Darstellungen, seien geschickte Fälschungen, nur ihre Titel seien echt; für gefälschte Titel gebe es bekanntlich keinen Markt, sie zu fälschen sei also nicht lukrativ. Die Echtheit der Bilder sollten daraufhin drei Experten, ehemalige Fälscher, fachgerecht prüfen: Dr. Dr. Bertram von Thassen, Anneli Schmitt-Silberstein und Mario M. Pastelli. Ihre Expertisen sind kontrovers und jeweils namentlich gekennzeichnet. Die Textelemente gehören als Exponate zu der facettenreichen Ausstellung. Die Schau soll die Besucherinnen und Besuchern dazu animieren, mit der eigenen Wahrnehmung etwas amüsierter umzugehen und beweisen, dass Bildende Kunst und Literatur in einem spannungs-vollen und zugleich humorvollen Verhältnis stehen können.

Mit der Ausstellung ist Dieter Süverkrüp nach zwölf Jahren wieder im Institut mit einer Werkschau vertreten. Gemälde und Zeichnungen von Süverkrüp waren bereits in der Sonderschau "Kreuzwortbilder" 2004 im Heinrich-Heine-Institut zu sehen.

"Süverkrüps Fälscherwerkstatt - Neue Bilder, neue Rätsel" wird vom 17. April bis zum 12. Juni im Heinrich-Heine-Institut präsentiert. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 bis 17 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr.