Suche nach Ursache für Absturz von Bundespolizei-Hubschrauber wird dauern

Experten beginnen Untersuchung des Wracks

Nach dem Absturz eines Bundespolizei-Hubschraubers mit zwei Toten bei Bimöhlen in Schleswig-Holstein haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen.

Bimöhlen - Zwei Experten der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) setzten nach Angaben eines Sprechers der Behörde am Freitag ihre Untersuchungen an der Unglücksstelle bei Bimöhlen fort. Für Aussagen zur Ursache sei es noch zu früh.

Der mit drei Insassen besetzte Helikopter war am Donnerstag gegen 20.00 Uhr nahe des Ortsrands der kleinen Gemeinde im Kreis Segeberg abgestürzt. Nach Angaben der Landespolizei gehörte er zu einer im nahegelegenen Fuhlendorf stationierten Bundespolizei-Fliegerstaffel und war auf einem Übungsflug. Der 33-jährige Kopilot und ein 42-jähriges Besatzungsmitglied starben, der 31-jährige Pilot wurde schwer verletzt.

Nach Angaben des Sprechers der BFU in Braunschweig waren die Fachleute seiner Behörde bereits im Laufe der Nacht an der Unglücksstelle etwa 50 Kilometer nördlich von Hamburg eingetroffen. Am Freitag wollen sie unter anderem die Lage des Wracks analysieren, um Hinweise auf den Unfallhergang zu erhalten. Auch die Flugschreiber sollen gesichert werden. Die BFU führt die Ermittlungen gemeinsam mit der Polizei.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wollte am Freitagmittag den Unglücksort besuchen, um sich ein Bild der Lage zu machen. Schon unmittelbar nach dem Absturz hatte sich der für die Bundespolizei zuständige Politiker am Donnerstag "erschüttert" gezeigt. Auch die schleswig-holsteinische Regierung äußerte sich betroffen. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach von einer "Tragödie". Das Land fühle mit allen Betroffenen.

(xity, AFP)