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Stuttgart will 2015 offenbar Atommüll aufnehmen

Zwischenlager beim AKW Philippsburg im Gespräch

Baden-Württemberg will offenbar 2015 Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague aufnehmen.

Stuttgart - Die Grünen-SPD-Regierung in Stuttgart hat offenbar ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Baden-Württemberg einzulagern. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, will die Regierung im kommenden Jahr den Rücktransport von fünf Atommüll-Behältern in ein Zwischenlager ermöglichen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) habe sich darüber mit dem Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) verständigt.

Als mögliches Ziel der Castoren mit Atommüll gilt das Zwischenlager am Atomkraftwerk Philippsburg nahe Karlsruhe. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums werden insgesamt noch 26 Castoren zurück erwartet: außer den fünf aus La Hague 2015 in den Jahren 2017 bis 2019 weitere 21 aus dem britischen Sellafield. Zur Rücknahme des wiederaufbereiteten Atommülls aus deutschen Kernkraftwerken hat sich außer Baden-Württemberg bislang nur Schleswig-Holstein bereit erklärt. In der Bevölkerung gibt es erheblichen Widerstand gegen die Zwischenlagerung von Atommüll.

(xity, AFP)


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