Sturmtief Bernd hält Düsseldorf in Atem

Feuerwehr weiterhin im Großeinsatz

Das Sturmtief Bernd hält die Düsseldorfer Feuerwehr weiter auf Trab. Auch im Laufe der Nacht standen rund 450 Einsätze an.

Düsseldorf - Heute Nacht standen bei der Feuerwehr etwa 450 wetterbedingte Einsätze an, 718 Unwettereinsätze wurden am Mittwoch, 14. Juli 2021, abgearbeitet. Dabei verteilen sich die Einsätze über das gesamte Stadtgebiet. Einsatzschwerpunkte sind weiterhin die Wohnbereiche rund um die nördliche Düssel, Bereiche rund um die Hildener Straße, dort steigt die Itter über ihren Bachlauf sowie das Marienhospital in Düsseldorf, welches von einem großen Wassereinbruch betroffen ist. Auch die Anger im Düsseldorfer Norden wird stetig im Auge behalten. Nach bisherigem Erkenntnissen wurden keine Menschen durch das Unwetter verletzt.

Bei einem derzeitigen Pegelstand von 3,01 Meter der nördlichen Düssel läuft dort der Einsatz die ganze Nacht weiter. Zum Schutz der angrenzenden Wohngebäude werden weiter über 25.000 Sandsäcke zu einem 700 Metern langen Damm verbaut. Derzeit arbeiten Einsatzkräfte daran diesen Damm an mehreren Stellen zu halten und gleichzeitig zu erhöhen, da in Teilen der Sandsackwall überspült wird.

Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt die Einsatzkräfte im Marienhospital an der Rochusstraße. Dort treten große Mengen Wasser ins Gebäude ein. Es wurde ein Sandsackwall gebaut und gleichzeitig pumpt die Feuerwehr 15.000 Liter pro Minute aus dem Gebäude. Die große Pumpleistung zeigte inzwischen seine Wirkung, sodass das eingetretene Wasser im Keller langsam beginnt zu sinken. Im Düsseldorfer Süden tritt an der Hildener Straße die Itter über ihren Bachlauf. Auch dieses historische Ereignis fordert die Einsatzkräfte.

Die Leitstelle wird die ganze Nacht personell verstärkt, sodass alle Dispositionsplätze und die Überlaufplätze besetzt sind. Ununterbrochen werden der Feuerwehr vollgelaufene Keller gemeldet. Aktuell stehen rund 450 Unwettereinsätze an, die nur nach und nach abgearbeitet werden können. Seit der letzten Nacht sind bereits 718 Einsätze abgewickelt worden.

Die Feuerwehr Düsseldorf ist weiter mit 390 Einsatzkräften im ganzen Stadtgebiet im Einsatz. Neben Kräften der Berufsfeuerwehr sind alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt. Zusätzlich wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Helferinnen und Helfer des THW sowie der Düsseldorfer Hilfsorganisationen unterstützen den ganzen Tag und die laufende Nacht bei der Einsatzbewältigung. Es wird davon ausgegangen, dass die Bewältigung dieser Extremwettereinsätze auch den kommenden Tag fest die Einsatzkräfte fordert.

Die Feuerwehr bittet alle Bürgerinnen Bürger im Verständnis, dass die extrem vielen und langanhaltenden Einsätze nur nach und nach und nach entsprechender Priorität abgearbeitet werden können. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sind teils seit über 18 Stunden im Einsatz. Sie wurden in Teilen mehrfach ausgetauscht und entsprechend versorgt. Die Feuerwehren in ganz NRW sind großflächig ebenfalls im Unwettereinsatz, sodass eine nachbarschaftliche Unterstützung derzeit nicht möglich ist.