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Stummfilmabend mit Live-Musik

Max Davidson im Dauerschlamassel

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage im Rheinland präsentiert das Filmmuseum am Samstag, 28. Februar, um 20 Uhr einen Stummfilmabend mit Live-Musik, der an den nahezu vergessenen jüdischen Schauspieler und Komiker Max Davidson erinnert.

Düsseldorf - Seit ihrer Neuentdeckung und Restaurierung vor ein paar Jahren gelten die Kurzfilme mit Max Davidson als kleine Meisterwerke des Komödienfaches und reihen ihn in die Riege großer Komiker wie Stan Laurel und Oliver Hardy, hierzulande besser bekannt als Dick und Doof, ein. Als besonderes Highlight wird Joachim Bärenz am Klavier die musikalische Begleitung übernehmen. Bärenz - einer der dienstältesten Stummfilmpianisten Deutschlands - erhielt 2003 den Preis der Filmkritik, zeigt sich verantwortlich für neue Musikfassungen restaurierter Stummfilme und ist zu-dem ein Meister der Improvisation.

Drei Kurzfilmkomödien am Stück

Unter dem Motto "angekommen - jüdisches (er)leben" wird im Rhein-land vom 22. Februar bis zum 22. März ein vielfältiges und spartenübergreifendes Kulturprogramm zu sehen und zu erleben sein. Was angekommen zu sein in den 1920er-Jahren in Amerika bedeutete, davon kann Max Davidson (* 1875 in Berlin, ? 1950 in Los Angeles) in seiner Paraderolle als Oberhaupt einer jüdischen Immigrantenfamilie wahrlich ein Lied singen. Bei seinen Bemühungen, den mühsam erworbenen Le-bensstandard und die traditionellen Werte zu erhalten, befindet sich der von Davidson verkörperte Familienvater permanent im Zwist mit seinen Kindern, Nachbarn und Verwandten - wobei er weder Herr im Haus noch Herr der Lage zu sein scheint.

In Düsseldorf wird eine kleine Auswahl der noch erhaltenen Davidson-Filme präsentiert, die vom Filmmuseum München zur Verfügung ge-stellt wurden. Die Kurzfilme im Einzelnen: "Pass the Gravy" (Regie: Fred Guiol, USA 1928), Call of the Cuckoo" (Regie: Clyde Bruckman, USA 1927) und "Flaming Fathers" (Regie: Leo McCarey, USA 1927). Der Ein-tritt beträgt acht Euro, ermäßigt fünf Euro (mit Black-Box-Pass vier Euro).


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