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Studie: Bei privaten Vermietern steigen Mieten am stärksten

IW-Forscher raten "dringend" von Enteignungen ab

Bei privaten Vermietern sind die Mieten laut einer Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft (IW) einem Medienbericht zufolge stärker gestiegen als bei kommunalen Wohnungen und Genossenschaften.

Berlin - Die privaten Vermieter modernisieren der von den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben) zitierten Studie zufolge auch am stärksten.

Während die Mieten in kommunalen Wohnungen demnach seit 2012 kaum und bei Genossenschaften sehr moderat gestiegen sind, gab es bei privaten Eigentümern und vor allem bei privaten Wohnungsunternehmen starke Mietpreiszuwächse. Habe die Differenz zwischen privaten und kommunalen Wohnungsunternehmen 2013 noch bei 0,70 Euro gelegen, habe sie sich 2017 auf 1,30 Euro erhöht.

Auch auf das Thema Enteignung geht die Studie ein. Angesichts der hohen Kosten einer Enteignung beziehungsweise der Signalwirkung von Enteignungen ohne vollständige Kompensation sei "von einer Enteignung privater Wohnungsgesellschaften dringend abzuraten", hieß es in der Studie.

In Berlin und mehreren weiteren Straßen sind für Samstag Demonstrationen für bezahlbaren Wohnraum geplant. Hintergrund ist der zunehmende Mangel an erschwinglichen Wohnungen vor allem in Ballungsgebieten. In Berlin beginnt am Samstag zudem eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren. Die Initiative "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" will erreichen, dass der Berliner Senat private Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet und vergesellschaftet.

(xity, AFP)


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