16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Studie: Zu wenig Personal in psychiatrischen Kliniken

Studie: Zu wenig Personal in psychiatrischen Kliniken

Kranke werden oft unangemessen behandelt

Laut "Tagesspiegel" kommt eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer zu dem Ergebnis, dass psychiatrische und psychosomatische Kliniken offenbar oft über zu wenig und teilweise nicht ausreichend qualifiziertes Personal verfügen.

Berlin - Nach Ansicht der vom Iges-Institut befragten mehr als 1500 Psychotherapeuten stellt sich demnach das Problem vor allem bei Menschen mit Schizophrenie oder Borderline-Störung.

Diese Patienten könnten nicht davon ausgehen, "dass sie in jedem Krankenhaus eine Behandlung nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse erhalten", sagte Kammerpräsident Rainer Richter dem Blatt. Zudem übernähmen in vielen Häusern Psychotherapeuten, die noch ganz am Anfang ihrer Ausbildung stehen, einen maßgeblichen Teil der Versorgung.

Die Umfrage ergab laut dem Bericht, dass es die größten Defizite in den Psychiatrie-Abteilungen von Allgemeinkrankenhäusern gibt. Bei Patienten mit Schizophrenie verneinte demnach ein Viertel der Therapeuten die Frage, ob Betroffene dort ein psychotherapeutisches Angebot erhalten. In Universitätskliniken seien es nur sieben Prozent gewesen.

(xity, AFP)


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