Studie für weniger Fleischkonsum

Düsseldorfer Projekt sucht Teilnehmer*innen

Ob für das Tierwohl, die eigene Gesundheit oder den Umwelt- und Klimaschutz - es gibt viele gute Gründe, den eigenen Fleischkonsum einzuschränken.

Düsseldorf - Wer bereits mit diesem Gedanken gespielt hat, aber bislang mit seinen guten Vorsätzen scheiterte, bekommt jetzt Unterstützung vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz. Ab Dienstag, 1. Juni 2021, können etwa 50 Teilnehmende einen Monat lang systematisch lernen, mit ihren alten Essgewohnheiten zu brechen und stattdessen neue Gewohnheiten zu etablieren. Hierbei helfen leckere Rezepte, Kostproben und Durchhalte-Strategien. Begleitet und anonymisiert ausgewertet wird das Projekt von der "Radboud Universität Nijmegen" im Rahmen einer Masterarbeit im Fach Psychologie.

Jede und jeder Deutsche isst im Durchschnitt jedes Jahr etwa 60 Kilogramm Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt dagegen eine Menge von maximal 31 Kilogramm, noch besser nur 16 Kilogramm. Umweltamtsleiter Thomas Loosens erläutert die Auswirkungen des hohen Fleischkonsums: "Die Nutztierhaltung ist nicht nur mit zum Teil unhaltbaren Zuständen verbunden, sie trägt weltweit mehr zur Erderwärmung bei als der gesamte Transportsektor, also sämtliche Autos, LKWs, Schiffe und Flugzeuge zusammen."