27.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ströbele fordert Aufklärung über Wasserschaden beim BND

Ströbele fordert Aufklärung über Wasserschaden beim BND

Ermittlungen wegen abmontierter Wasserhähne

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele fordert eine umfassende Untersuchung des Wasserschadens an der neuen BND-Zentrale in Berlin.

Berlin - "Das muss aufgeklärt werden", sagte Ströbele der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die neue Zentrale des Auslandsgeheimdienstes sei schließlich "nicht irgendein Gebäude", sagte der Bundestagsabgeordnete, der die Grünen in dem für die Geheimdienste zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) vertritt.

Wegen des am Mittwoch entstandenen Wasserschadens an der künftigen Geheimdienstzentrale in Berlin-Mitte hat die Polizei nach Angaben eines Sprechers Ermittlungen wegen der Zerstörung eines Bauwerkes aufgenommen. Es werde in "sämtliche Richtungen" ermittelt. Demnach wird offenbar nicht ausgeschlossen, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlag handeln könnte.

Das für die Errichtung zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat Untersuchungen zu dem Vorfall aufgenommen, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Sie bestätigte zunächst aber nur, dass es einen Wasserschaden in dem BND-Gebäude gebe.

Berichten zufolge waren in den oberen Stockwerken des Neubaus mehrere Wasserhähne abmontiert worden, wodurch sich über längere Zeit große Wassermengen in das Gebäude ergossen. Es ist von einem Millionenschaden die Rede. Nach Angaben der "Berliner Zeitung" lief das Wasser offenbar mehrere Stunden lang unter anderem in Kabelschächte und Zwischendecken, beschädigte die Lüftung und elektrische Anlagen. "Den Tätern ging es nicht um den Diebstahl von ein paar billigen Wasserhähnen, sondern vor allem darum, Schaden zu verursachen", zitierte das Blatt einen Ermittler.

Ströbele verwies darauf, dass der Hintergrund der Tat noch unklar sei. "Da sind der Fantasie Tür und Tor geöffnet", sagte er.

(xity, AFP)


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