25.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Street Art Festival am Krefelder Umweltzentrum

Street Art Festival am Krefelder Umweltzentrum

17 Künstler aus 9 Ländern gestalten Betonartefakte

Vom 4. bis 8. August werden 17 Street Art Künstler die Umgebung des Krefelder Umweltzentrums am Talring als "Wood Art Gallery" in ein großes Atelier verwandeln.

Krefeld - Die aus Deutschland, Italien, Mexiko, den USA, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Russland und der Ukraine stammenden Künstler widmen sich in Krefeld einem völlig neuen Genre. Sie werden 15 der noch von der Firma Duisburger Cementwarenfabrik Carstanjen stammenden Betonrohre, Platten und Wege künstlerisch gestalten. Hierbei entstehen spektakuläre Illusionen, teilweise in 3 D Technik ausgeführt, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lassen. Vom 4. bis 7. August haben die Krefelder Gelegenheit, den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Die Duisburger "Cementwarenfabrik Carstanjen" erwarb 1899 ein rund zehn Hektar großes Kiesgrubengelände an der Westseite des Hülser Berges und errichtete dort ein Zweigwerk. Carstanjen stellte im März 1986 die Arbeit ein, nicht ohne zahlreiche Relikte zurückzulassen: Rohre, Platten und alte Wege. Doch die Natur holte sich ihr Revier zurück und vereinnahmte das Gelände, auf dem schließlich 1991 das Krefelder Umweltzentrum entstand. Wie verwunschen, teilweise von Moos und Flechten bedeckt, liegen die Betonartefakte auf dem weitläufigen Gelände und werden so zu inspirierenden Projektionsflächen. Unberührte Natur, schmale Pfade, stetige Wechsel zwischen Licht und Schatten und die kaum erkennbar pflegende Hand der Naturschützer machen das Areal zu einer besonders reizvollen Kulisse. Wie an kaum einer anderen Stelle lassen sich Natur, Kultur und Gewerbe so hautnah miteinander in Berührung bringen.

Die Wood Art Gallery ist eine Aktion im Rahmen des "Krefelder Perspektivwechsels". Die künstlerische Leitung obliegt Frederike Wouters von FreddArt streetpainting. Der vielschichtige Perspektivwechsel aus den Themenbereichen Natur, Kultur und Wirtschaft hat die Jury überzeugt. "Die Wood Art Gallery bringt Menschen zusammen, ist interdisziplinär und regt eine längerfristige Diskussion an. Dieser Perspektivwechsel hat die Initiatoren aus Industrie, Wirtschaft und Stadtmarketing überzeugt", so Uli Cloos, Leiter des Fachbereichs Marketing und Stadtentwicklung als einer der drei Initiatoren. Durch die Wood Art Gallery werde das Gelände um das Umweltzentrum zum Ende der Sommerferien zu einem ganz besonderen Ausflugsziel. Das Stadtmarketing empfiehlt, für einen Besuch auf das Auto zu verzichten und mit dem Rad anzureisen.

Die Künstler behandeln bei der Aktion die Natur mit Respekt. Sie achten besonders darauf, keine geschützten Pflanzen zu entfernen oder zu bemalen. Gemalt wird mit deshalb umweltverträglichen Farben, und auch nur dort, wo sonst öffentlicher Publikumsverkehr stattfindet. Im Internet auf www.krefeld.de und auf https://youtube/wpVGt1wRHS4 gibt es auch ein Video zum Thema.

Der Krefelder Perspektivwechsel ist eine Gemeinschaftsinitiative von Industrie, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Über sogenannte Perspektivwechseljahre soll bis zum Jahr 2023, in dem die Stadt Krefeld 650 Jahre wird, insbesondere über eine neue Qualität der Bürgereinbindung eine identitätsstiftende Offensive initiiert werden. Anknüpfend an den deutlich wahrnehmbaren positiven Veränderungen insbesondere in der Krefelder Innenstadt erwarten die Initiatoren durch das Perspektivwechsel-Konzept deutliche positive Effekte für Standortattraktivität und Lebensqualität. Das erste Perspektivwechseljahr ist das Jahr 2015. Es steht unter der Überschrift "Gestalte Deine Stadt - neue Blickwinkel auf Samt und Seide". Mit den Jahren 2017 "made in Krefeld", 2019 "100 Jahre Bauhaus", 2021 "Stadtkultur" und 2023 "650 Jahre Stadt Krefeld" werden die wesentlichen Elemente des Krefelder Markenkerns transportiert.


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