Strafe für Ex-NPD-Politiker nach Anschlag auf geplante Notunterkunft wird neu verhandelt

Sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen wird vor dem Potsdamer Landgericht erneut über die Strafe für den früheren NPD-Politiker Maik S. verhandelt.

Sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen wird vor dem Potsdamer Landgericht ab Montag (09.00 Uhr) erneut über die Strafe für den früheren NPD-Politiker Maik S. verhandelt. Bei dem Anschlag wurde im August 2015 die Sporthalle einer Schule, die als Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen war, völlig zerstört.

S. wurde dafür und für andere Delikte im Jahr 2017 erstmals zu insgesamt neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch auf. In einem zweiten Verfahren erhielt S. 2019 eine Gesamtstrafe von sieben Jahren und neun Monaten Haft. Der BGH bestätigte dieses Urteil im Februar 2021 weitgehend, hob jedoch die Gesamtstrafe auf. Über diese wird nun neu verhandelt. Ein zweiter Verhandlungstag ist für Donnerstag angesetzt.

© 2021 AFP