Steinmeier spricht Flutopfern Anteilnahme aus - "Das Land trauert mit ihnen"

Bundespräsident bei Staatsakt für rheinland-pfälzische Flutopfer am Nürburgring

Mit einem Staatsakt am Nürburgring hat Rheinland-Pfalz der Opfer und Betroffenen der Flutkatastrophe von Mitte Juli gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach den Betroffenen seine Anteilnahme und sein Beileid aus.

Mit einem Staatsakt am Nürburgring hat Rheinland-Pfalz am Mittwoch der Opfer und Betroffenen der Flutkatastrophe von Mitte Juli gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach den Betroffenen seine Anteilnahme und sein Beileid aus. "Wir, das ganze Land, trauern heute mit Ihnen", sagte Steinmeier.

In der Stunde der Not stehe Deutschland zusammen. "Wir wissen, dass in Ihrem Leben nichts mehr ist, wie es war. Aber Sie sollen heute wissen: Auf Ihrem Weg zurück ins Leben lässt Ihr Land Sie nicht allein", sagte Steinmeier.

Er habe Respekt davor, dass die Betroffenen trotz ihrer Verzweiflung nicht aufgegeben hätten. "Dass Sie trotzdem anpacken, nach vorn blicken, so unendlich schwer es auch oft fallen mag", sagte Steinmeier. Die Bilder der Zerstörung, der Verzweiflung und des Leids hätten ihn und Menschen in ganz Deutschland erschüttert. "Und überall in Deutschland fühlen die Menschen mit Ihnen", sagte der Bundespräsident.

Steinmeier bedankte sich für die "überwältigende Hilfsbereitschaft" der professionellen und freiwilligen Helfer. "Sie haben Leben gerettet, Sie haben geholfen, Sie haben Kleider, Decken, Essen, Getränke gebracht und verteilt", sagte er und dankte zudem den vielen Menschen für ihre Spenden. Die finanziellen Hilfen von Bund und Ländern müssten "so schnell wie möglich" zu den Betroffenen kommen.

Extreme Starkregenfälle hatten Mitte Juli verheerende Überschwemmungen an Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im Ahrtal, wurden verwüstet. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit dem Hochwasser 133 Menschen ums Leben.

Acht weitere aufgefundene Tote waren nach Angaben der Landeseinsatzleitung schon vor der Flut gestorben. Drei weitere Menschen wurden zuletzt noch vermisst. Die Einsatzleitung zählte insgesamt 766 Verletzte. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

© 2021 AFP