Steinmeier: Müssen Extremismus und Terrorismus stärker an den Wurzeln bekämpfen

OSZE-Konferenz zu Gegenstrategien in Berlin

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich dafür ausgesprochen, gewaltbereiten Extremismus und Terrorismus stärker an seinen Wurzeln zu bekämpfen.

Berlin - "Um Terrorismus nachhaltig zu verhindern, müssen wir die gesellschaftlichen Ursachen angehen", sagte Steinmeier auf einer Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum Kampf gegen den Terrorismus am Dienstag im Auswärtigen Amt in Berlin. "Prävention wird entscheidend sein."

Die Ursachen von Radikalisierung müssten stärker in den Blick genommen werden als bisher, sagte Steinmeier. Er sprach sich für einen "ganzheitlichen Ansatz" aus, der neben der Strafverfolgung auch die Finanzierung von Terrorismus sowie die Rekrutierung junger Menschen in den Blick nehme.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz stehen der Umgang mit aus Konfliktgebieten zurückkehrenden Extremisten und mögliche Wege zu ihrer Reintegration in die Gesellschaft. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden reisten mehr als 800 Menschen von Deutschland in die Bürgerkriegsgebiete in Syrien und Irak, von denen rund ein Drittel inzwischen zurückgekehrt sein soll.

Deutschland hat in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 1991 den OSZE-Vorsitz inne. In der Organisation sind 57 Länder zusammengeschlossen, darunter alle europäischen Länder, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die USA und Kanada.

(xity, AFP)