18.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Stegner stellt Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent infrage

Stegner stellt Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent infrage

SPD-Vize nennt 46 Prozent als Untergrenze

In der aktuellen sozialpolitischen Debatte regt sich bei der SPD jetzt auch Widerstand gegen die beschlossene Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent im Jahr 2030.

Berlin - "Wenn das Rentenniveau absehbar noch unter 46 Prozent absinkt, ist das extrem ungerecht und sozial unverträglich", sagte SPD-Vize Ralf Stegner der "Bild"-Zeitung vom Montag. Damit stellte er sich gegen die Beschlüsse der jüngsten Rentenreform, derzufolge das Rentenniveau - also das Verhältnis von Standardrente zu Durchschnittseinkommen - schrittweise auf 43 Prozent im Jahr 2030 sinken kann.

Außerdem wollten die Sozialdemokraten darauf bestehen, eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Mindestrente für Geringverdiener einzuführen. Das müsse Teil eines Integrationspaketes sein, sagte Stegner. "Einem Haushalt ohne Integrationspaket dürfen wir nicht zustimmen", sagte der SPD-Vize. "Wenn wir in dieser Krise nicht eine Politik für alle Menschen machen, profitieren die Demokratiefeinde von rechts. Das dürfen wir nicht zulassen." Zuvor hatte bereits SPD-Chef Sigmar Gabriel ein Sozialpakt parallel zur Flüchtlingshilfe verlangt.

(xity, AFP)


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