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Stegner fordert in Energiedebatte Machtwort von Merkel

SPD-Politiker: Seehofer verhält sich unseriös

Im Streit um die Gestaltung der Energiewende fordert SPD-Vize Ralf Stegner ein Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Scharfe Kritik übte Stegner an den Vorbehalten von CSU-Chef Horst Seehofer gegen den Bau neuer Stromtrassen in Bayern.

Im Streit um die Gestaltung der Energiewende hat SPD-Vize Ralf Stegner ein Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert. Scharfe Kritik übte Stegner in der "Bild"-Zeitung an den Vorbehalten von CSU-Chef Horst Seehofer gegen den Bau neuer Stromtrassen in Bayern. "Ich gehe davon aus, dass Frau Merkel ihn zur Ordnung ruft - so wie in früheren Fällen auch", sagte der SPD-Politiker mit Blick auf Seehofer.

Indirekt sprach Stegner dem CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten die Regierungsfähigkeit ab. "Seehofer hat nur die bayerischen Kommunalwahlen im Blick. Der Rest ist ihm egal. So kann man nicht seriös regieren", sagte er zu "Bild".

Seehofer hatte verlangt, den eigentlich bereits beschlossenen Bau neuer Stromtrassen in Bayern noch einmal auf ihre Notwendigkeit und auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner meldete in der "Passauer Neuen Presse" in dieser Sache Gesprächsbedarf an. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wies in der "Bild"-Zeitung die Kritik der SPD an Seehofer zurück. Er warnte, das Vorgehen der Sozialdemokraten belaste die große Koalition im Bund.

© 2014 AFP


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