Starkregen sorgt für Überschwemmungen in Frankfurt am Main und Hamburg

Erneut Schäden durch Unwetter - Wetterdienst warnt vor weiteren Niederschlägen

Unwetter haben in Deutschland erneut zu Schäden und Behinderungen geführt.

Frankfurt - Starkregen verursachte am Dienstagabend Überschwemmungen im Rhein-Main-Gebiet, die Feuerwehr in Frankfurt am Main wurde nach eigenen Angaben zu rund 400 Einsätzen gerufen. Auch in Hamburg liefen nach Starkregenfällen Keller und Straßen voll.

In Frankfurt am Main pumpten rund 450 Einsatzkräfte stundenlang Wasser aus Kellern, Tiefgaragen und Straßenunterführungen. Der Südbahnhof konnte der Feuerwehr zufolge wegen eines Wassereinbruchs zeitweise nicht von U-Bahnen angefahren werden. Im Süden der Stadt gab es größere Verkehrsstörungen. Aus dem benachbarten Offenbach meldete die Feuerwehr mehr als 200 vollgelaufene Keller, 160 Mitglieder von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk waren in Einsatz.

Auch der Flugverkehr war beeinträchtigt. Am Flughafen Frankfurt wurden laut einer Sprecherin des Airportbetreibers Fraport 47 Starts und Landungen gestrichen. Am späten Dienstagnachmittag wurde die Abfertigung wegen eines Gewitters kurzzeitig eingestellt.

In Hamburg ging über Teilen des Stadtgebiets am Dienstagabend ebenfalls Starkregen nieder. Die Feuerwehr fuhr 231 Einsätze, bei denen es sich vor allem um vollgelaufene Keller, Garagen und Straßen handelte. Verletzte gab es in allen betroffenen Städten nicht.

Nach Angaben des Deutschem Wetterdiensts (DWD) drohen in Deutschland auch weiterhin örtliche Starkregenfälle. Sie bringen in Verbindung mit den vielerorts mit Wasser gesättigten Böden teilweise auch das Risiko von Hochwassern und Überschwemmungen mit sich.

Bereits am Mittwoch war demnach mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Am Donnerstag könne vor allem der Osten und Nordosten des Landes von markantem unwetterartigem Stark- und Dauerregen betroffen sein, teilte der DWD mit.

Bayern forderte am Mittwoch als Konsequenz aus den jüngsten schweren Unwettern in Deutschland ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen. "Wir brauchen eine nationale Starkregenstrategie", erklärte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) in München mit Blick auf die bis Freitag in Berlin stattfindende Umweltministerkonferenz.

Die Vorsorge gegen die Gefahren von Sturzfluten müsse verbessert werden, hier sei auch der Bund gefordert, verlangte Scharf. Der DWD müsse besser ausgestattet werden. Scharf forderte darüber hinaus auch mehr Bundesmittel für Hochwasserschutzmaßnahmen.

(xity, AFP)