16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ständig mit dem Smartphone beschäftigt?

Ständig mit dem Smartphone beschäftigt?

Tipps für eine digitale Diät

Was wären wir ohne unser Smartphone? Zum Telefonieren brauchen wir es kaum noch, aber man kann sich prima die Zeit damit vertreiben - zu viel Zeit vielleicht.

Baierbrunn - Facebook, WhatsApp, Instagram, E-Mail, SMS - es gibt so viele Möglichkeiten, sein Handy zu nutzen, dass man leicht den Überblick verliert. Für manche ist das Smartphone schon zu einer Art Spielautomat geworden, sagt Anne Wüstmann von der "Apotheken Umschau": "Wenn wir mit unserem Handy klicken, spielen sich dabei unbewusste Automatismen ab, ähnlich wie bei einem Geldspielautomaten. Auf eine Handlung, also in dem Fall das Klicken, erfolgt ein Überraschungsmoment und dabei wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Davon wollen wir natürlich immer mehr und tun es immer wieder. Im Schnitt greifen wir deshalb alle 18 Minuten zu unserem Handy."

Wir sind also ständig online, auch wenn wir unterwegs sind. Das bleibt nicht ohne Folgen: "Wir sind ungefähr zweieinhalb Stunden am Tag mit Klicken beschäftigt. Das hat zur Folge, dass es uns den ganzen Tag immer wieder ablenkt. Es lenkt uns von unseren täglichen Aufgaben ab, so dass wir dann am Ende des Tages eigentlich das Gefühl haben, nichts geschafft zu haben. Und das kann auf die Dauer ziemlich unglücklich machen", so Wüstmann weiter.

Eine digitale Diät - das könnte helfen. Aber wie schafft man es, das Handy links liegen zu lassen, wenn es verführerisch piept und summt?

"Man muss sich selber austricksen. Das ist wie wenn man mit dem Rauchen aufhört. Da muss man sich auch Tricks überlegen, um nicht wieder zur Zigarette zu greifen. Zum Beispiel legt man sich eine Armbanduhr zu oder einen Wecker. Das verhindert, dass man sein Handy nimmt, um auf die Uhr zu schauen oder dass man vor dem Schlafengehen noch einmal das Telefon nimmt, um den Wecker zu stellen. Oder man verbannt sein Handy einfach auf den Balkon oder man packt es in den Rucksack. Denn je größer die Hürde ist, um an das Handy zu kommen, desto schneller gibt man auf", rät Wüstmann abschließend.


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