Städte fordern mehr Unterstützung bei Flüchtlingshilfe

Verbandspräsident Maly: Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Städtetagspräsident Ulrich Maly (SPD) fordert mehr Unterstützung für die Kommunen bei der Versorgung von Flüchtlingen.

Berlin - "Es geht hier um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sowohl der Bund als auch die Länder müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie die Kommunen bei der Unterbringung von Asylbewerbern besser unterstützen können", sagte Maly der "Passauer Neuen Presse".

Der Nürnberger Oberbürgermeister forderte insbesondere bei den Kosten für Kita, Schule und Sprachkurse mehr Unterstützung. "Was der Bund bisher angeboten hat, kann nicht das letzte Wort sein." Maly wollte sich Spekulationen anschließen, die Zahl der Asylanträge könne in diesem Jahr bis zu 550.000 erreichen. Er rechne mit den Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Dieses sei in den vergangenen Jahren immer relativ treffsicher mit seinen Prognosen gewesen. "Jetzt geht man dort von 300 000 Anträgen plus X aus. Auf dieser Grundlage planen wir."

(xity, AFP)