Städte- und Gemeindebund fordert Einsatz von Promis als "Impfbotschafter"

Bundesregierung startet Aktionswoche für Immunisierung gegen Corona

Zum Start der bundesweiten Aktionswoche für Corona-Impfungen hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund einen verstärkten Einsatz von Promis gefordert: Prominente aus Kunst, Kultur und Sport sollten sich zur Impfung bekennen und dazu aufrufen.

Zum Start der bundesweiten Aktionswoche für die Corona-Impfungen hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund einen verstärkten Einsatz von Promis in der Werbung für die Immunisierung gefordert. Es sei immer hilfreich, "wenn Prominente aus Kunst, Kultur und Sport sich klar zur Impfung bekennen und dazu aufrufen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "So wie wir etwa Lesebotschafter haben, sollte es auch Impfbotschafter geben", verlangte er.

Die Bundesregierung will mit der an diesem Montag startenden Aktionswoche neuen Schwung in die ins Stocken geratene Impfkampagne bringen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen an vielen Orten anzusprechen und auf einfachem Wege Impfungen zu ermöglichen. Beispiele dafür sind Spiel- und Sportplätze, Fußgängerzonen, Geschäfte oder Vereine.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 62 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus geimpft, etwa 66 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Von der sogenannten Herdenimmunität ist Deutschland damit aber noch deutlich entfernt.

"Das Impfgeschehen hat sich leider deutlich verlangsamt", beklagte Landsberg. Deshalb sei eine massive vierte Corona-Welle im Herbst zu befürchten, "wenn es nicht gelingt, wieder mehr Menschen von einer Impfung zu überzeugen". Gebraucht würden "noch mehr mobile Angebote, um die Impfungen zu den Menschen zu bringen". Zu den Orten für die Impfungen könnten etwa auch Kirchen und Moscheen, Fußballplätze und Diskotheken gehören.

Landsberg forderte zudem, die Werbeaktionen für die Corona-Impfungen "nachhaltig" zu betreiben. Diese müssten über die nächsten Monate hinweg laufen - "sonst verlieren wir den Kampf gegen die vierte Welle".

dja

© 2021 AFP