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Stadtgarten wird am 18. März wieder eröffnet

Ehemaliger Friedhof umgestaltet und restauriert

Als "Initialprojekt im Sanierungsgebiet Krefelder Innenstadt" wurde der Stadtgarten saniert.

Krefeld - Mit Landesmitteln aus dem Förderprogramm "Stadtumbau West" und finanzieller Unterstützung der Krefelder Baudenkmalstiftung konnte die Verwaltung Park und Musikpavillon denkmalgerecht restaurieren und mit modernen Elementen behutsam an die Erholungsansprüche einer stark frequentierten Grünanlage anpassen. Die offizielle Wiedereröffnung der Gesamtanlage durch Oberbürgermeister Frank Meyer findet am Freitag, 18. März, um 11 Uhr am Musikpavillon an der Hauptachse statt.

Seit Anfang Februar 2015 wurde der ehemalige Friedhof umgestaltet, bis in den Herbst hatten sich die Arbeiten gezogen. Die Sanierung war neben einem offenen Workshopverfahren mit den Anliegern und der Politik auch mit Einbindung der Unteren Denkmalbehörde und dem "Amt für Denkmalpflege im Rheinland" des Landschaftsverbands Rheinland entstanden. Nun können Besucher des Parks über das historische Wegenetz flanieren und sich an vielen neuen Rasen- und Blühflächen erfreuen. Die zentrale Hauptachse in Nord-Südrichtung mit Rondell, Musikpavillon und dem Brunnenplatz und die Ost-Westachse wurden als Asphaltwege mit Splittdecke erstellt. An der St.-Anton-Straße und am Nordwall entstanden neue Eingangsbereiche. Mit Verlagerung des Kinderspielplatzes von der belebten St.-Anton-Straße in einen ruhigeren Randbereich im Nordwesten ergab sich die Chance, die zentrale Hauptachse mit der alten Toranlage wieder zu öffnen. Durch die Neuordnung des vorhandenen Parkplatzes und Verlagerung der Zufahrt sollte diese Fläche besser in den denkmalgeschützten Park integriert werden. Die Parkwege wurden überarbeitet und saniert, einige entfielen zugunsten des historischen Wegenetzes, das nun wieder hergerichtet ist.

Der Stadtgarten ist ein Denkmal der Stadt Krefeld. Er wurde am 21. Mai 1995 in die Denkmalliste eingetragen. In der Begründung heißt es: "Der Stadtgarten ist die erste kommunale Friedhofsanlage Krefelds. Er ist um 1819 entstanden, mehrfach erweitert und 1867 bereits wieder aufgegeben worden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wandelte man ihn in einen öffentlichen Stadtpark um unter Beibehaltung und Respektierung der vorhandenen Lindenalleen. Beide Phasen sind heute noch vorhanden und ablesbar. Mit dem Stadtgarten und seiner Pflanzen- und Grabmalausstattung ist ein Dokument für die Entwicklung der Friedhofs- und Grabmalkultur des 19. Jahrhunderts erhalten, als neben kirchlichen Begräbnisplätzen kommunale Friedhöfe planmäßig angelegt wurden. Dabei kommt dem noch vorhandenen strengen Wegeachsensystem aus Lindenalleen besondere Bedeutung für die Auffassung der Friedhofsplanung und -gestaltung im frühen 19. Jahrhundert zu. Die Alleen sind Zeugnis für die Begrenzung und Aufteilung der ehemaligen rechteckigen Belegungsfelder." Noch heute zeugen einige imposante Grabsteine von der ehemaligen Bestimmung des Stadtgartens. Auch sie wurden im Rahmen der Baumaßnahme saniert.


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