31.03.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Stadt weitet Maßnahmen zum Corona-Schutz aus

Stadt weitet Maßnahmen zum Corona-Schutz aus

Aktuell 159 diagnostizierte Fälle in Düsseldorf

Zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus hat die Stadt Düsseldorf eine weitere Allgemeinverfügung nach dem Infektionsschutzgesetz erlassen.

Düsseldorf - Die Maßnahmen sollen weiter zur Reduzierung der sozialen Kontakte in der Bevölkerung führen. Die Anordnungen gelten ab sofort und zunächst bis zum 19. April 2020. Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt 159 diagnostizierte Fälle von Coronavirus. Am Mittwoch, 18. März 2020, wurden 95 Abstriche im Diagnostikzentrum vorgenommen, hinzu kommen 11 mobile Abstriche. 

Diese Änderungen treten mit der neuen Anordnungen in Kraft:

Bürgerservice
Der Bürgerservice soll für dringende Angelegenheiten in eingeschränkter Form ab Montag, 23. März, im Dienstleistungszentrum an der Willi-Becker-Allee sowie in der Kfz-Zulassungsstelle am Höherweg wieder aufgenommen werden. Um den Infektionsschutz dabei aufrecht zu erhalten, werden verschiedene Vorkehrungen wie der Zugang durch Schleusen eingerichtet. Termine für den Bürgerservice können nur nach vorheriger telefonischer Absprache vereinbart werden. Um den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern den Erhalt bereitliegender Reisepässe und Personalausweise zu ermöglichen, werden diese Dokumente ab sofort per Fahrradkurier zugestellt, ohne dass Gebühren erhoben werden.

Parkgebühren entfallen
Bus und Bahn sollen nur noch für unverzichtbare Fahrten genutzt werden und somit für Personen der Kritischen Infrastruktur (Versorgung, Entsorgung, Krankenhäuser etc.) zur Verfügung stehen. "Damit diejenigen, die unserer Empfehlung folgen und auf die Nutzung von Bahn und Bus verzichten, nicht benachteiligt werden, verzichten wir auf Parkgebühren", kündigte Oberbürgermeister Thomas Geisel an. Es werden keine Parkgebühren an mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Parkflächen im öffentlichen Straßenraum des Düsseldorfer Stadtgebietes mehr erhoben.

Notbetreuung von Kindern
Die Landeshauptstadt Düsseldorf bietet seit Montag, 16. März, Notgruppen für die Kinderbetreuung an. Die Notgruppen stehen ausschließlich Kindern offen, deren Eltern keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen und die einer Tätigkeit nachgehen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der medizinischen oder pflegerischen Versorgung oder der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient (sogenannte Schlüsselpersonen).

Derzeit werden in den Notgruppen mit bis zu fünf Kindern in den jeweiligen Kitas sowie insgesamt 330 Kindern in Schulen betreut. Das Angebot wird auch während der Osterferien aufrechterhalten.

Notschlafstellen und weitere Einrichtungen für Obdachlose
Notschlafstellen und Aufenthaltsorte für Obdachlose bieten nach derzeitigen Bestimmungen nicht ausreichend Platz um den Infektionsschutz einzuhalten. Daher werden an der Aldekerkstraße und dem Vogelsangerweg zusätzliche Notschlafstellen geschaffen. Zudem wird ein Hotel mit 47 Plätzen für die Versorgung obdachloser Menschen zur Verfügung gestellt.

Unterstützung für Senioren und Hilfsbedürftige
Auch die "zentren plus" mit ihrem Angebot für ältere Bürerinnen und Bürger der Stadt sind derzeit geschlossen, um das Ansteckungsrisiko für besonders gefährdete Personen zu mindern. Allerdings sind die Zentren weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Darüber hinaus wird vom Amt für soziale Dienste ein Hilfsservice koordiniert, um Unterstützung für den Alltag - zum Beispiel beim täglichen Einkauf - zu bieten. Freiwillige, die diesen Service unterstützen wollen, können sich an Wolfgang Gerhard wenden per E-Mail an wolfgang.gerhard@duesseldorf.de 


Copyright 2019 © Xity Online GmbH