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Stadt Krefeld sucht erneut Freiwillige

Freiwilligen-Dienste beginnen im August 2014

Zum zehnten Mal sucht die Stadt Krefeld für verschiedene Bereiche junge Menschen, die ab August in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) einen Dienst leisten möchten.

Krefeld - Die verfügbaren Plätze bei der Stadt sind seit Jahren kontinuierlich gestiegen. Und gerade die Inklusion lässt sie weiter ansteigen, aktuell auf über 60. "Wir haben einen großen Bedarf an Freiwilligen und freuen uns über jede Bewerbung“, sagt Patrick Teuber, der die Dienste koordiniert.

Und diese können sehr unterschiedlich sein: Angefangen von der Volkshochschule, über weitere Kultureinrichtungen, Kitas, Schulen bis hin zum Umweltzentrum. Hier, am Fuße des Hülser Bergs, leisten jährlich vier Freiwillige ihr FÖJ ab – und sind mit vollem Eifer dabei. "Nach meinem Abitur wollte ich mich einfach erst einmal orientieren. Das kann ich hier beim FÖJ sehr gut“, sagt Sara. Die 20-Jährige hat damit die gleiche Intention wie ihre FÖJ-Kollegen Christine (20 Jahre), Alina (20) und Daniel. Er ist mit 19 Jahren zwar das "Nesthäkchen“ in dem Quartett, kann sich aber gut behaupten – nicht nur beim Holzfällen auf dem weiten Areal des Umweltzentrums. "Wir haben hier täglich zwei oder drei Schülergruppen, die wir betreuen und die wir durch verschiedene Programme leiten. Außerdem packen wir in Krefelder Naturschutzgebieten mit an, helfen aktuell beim Schutz der wandernden Amphibien und haben zusätzlich noch jeder ein Projekt.“ So entsteht ein neues Insektenhotel, Alina baut dagegen das Umweltzentrum in einem Modell nach, um zukünftige Angebote besser planen zu können. Die Woche im Umweltzentrum sieht 39 Stunden Arbeitszeit vor, täglich von 7.30 bis 15.30 Uhr, was sich aber gerade zur Zeit der Amphibienwanderung auch ändern kann.

Ganz anders ist dagegen das Aufgabenfeld von Pia. Die 20-Jährige ist Integrationshelferin an der Robert-Jungk-Gesamtschule. "Ich helfe einem behinderten Mädchen bei ihrem Schulalltag. Da kommen einige Anforderungen zusammen.“ Grundsätzlich, so Teuber, sei es möglich, an der Schule, an der man seinen Abschluss gemacht hat, auch ein FSJ zu absolvieren. "Wir haben zum Beispiel gerade eine FSJ-lerin, die ihr Abitur am MSM-Gymnasium gemacht hat und dort nun ihren Dienst verrichtet. Das macht auch durchaus Sinn, denn die ehemaligen Schüler kennen sich natürlich bestens an der Schule aus.“ Noch einmal ganz anders ist der Dienst, den Christina (20) zur Zeit absolviert. "Ich bin an der Volkshochschule und kümmere mich um viele Dinge, darunter um Integrations- oder Kochkurse. Es ist ein breites Betätigungsfeld, das ich hier vorgefunden habe.“

Für ein FSJ oder ein FÖJ können sich junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren bewerben. Auch Interessierte für den Bundesfreiwilligen Dienst (BFD) werden gesucht, hier gibt es keine Altersbeschränkung. Die freiwilligen Dienste geben vor allem jungen Menschen die Möglichkeit, sich nach Beendigung der Schulzeit zunächst einmal beruflich zu orientieren, eigene Stärken und Sozialkompetenzen zu entdecken und auszubauen. Kaum eine Rolle spielen bei der Bewerbung Schulzeugnisse. "Wir testen bei Probetagen, ob es passt oder nicht“, schildert Volker Bahr vom Umweltzentrum. FSJ-ler verdienen320 Euro, 257 Euro sind es für die FÖJ-ler im Monat, Kindergeld und Kinderfreibeträge werden weiter bezahlt. Dazu gibt es 26 Tage Urlaub und regelmäßig externe Seminare. Wer ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, erhält Versicherungsschutz für den Krankheits- und Pflegefall. Der Träger übernimmt zudem die vollständigen Kosten für die Sozialversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil). Die Zeit des freiwilligen sozialen Jahres wird für die Altersvorsorge angerechnet. Zudem gibt ein freiwilliges Jahr Punkte, die, ähnlich wie eine Ausbildung, helfen, einen Studienplatz schneller zu bekommen. Der Bundesfreiwilligen Dienst ist, anders als ein FSJ/FÖJ, nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Personen über 27 Jahren können den BFD zwischen sechs und 18 Monate lang auch in Teilzeit von mindestens 20 Stunden pro Woche leisten. Ansonsten ähnelt er dem FSJ/FÖJ.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.krefeld.de, Suchbegriff FSJ, FÖJ oder BFD. Zudem informiert Patrick Teuber unter 02151 861383 oder patrick.teuber@krefeld.de.


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