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Stadt Köln erwartet bald Aufschluss über Archiveinsturz

Unglück jährt sich zum fünften Mal

Die Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor fünf Jahren kann nach Einschätzung der Stadt voraussichtlich im Laufe dieses Jahres geklärt werden. Bei dem Unglück starben zwei Anwohner, die mit ihren Häusern in die Tiefe gerissen wurden.

Die Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor fünf Jahren kann nach Einschätzung der Stadt voraussichtlich im Laufe dieses Jahres geklärt werden. Mit konkreten Aussagen der Gutachter von Staatsanwaltschaft und Gericht zum Grund des Einsturzes werde bis zum Jahresende gerechnet, teilte die Stadt mit. Nach langwierigen Vorarbeiten wird derzeit auf der Unglücksstelle am Kölner Waidmarkt eine rechteckiger Schacht ausgehoben. In ihm sollen Taucher demnächst bis zu 30 Meter unter der Einsturzstelle nach der Ursache der Katastrophe suchen.

Das Gebäude des Kölner Stadtarchivs, eines der größten Kommunalarchive Europas, war am 3. März 2009 bei U-Bahn-Bauarbeiten eingestürzt. Zwei Anwohner starben, als Teile der benachbarten Häuser mit in die Tiefe gerissen wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen 106 Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Baugefährdung.

Bei dem Unglück in der Kölner Südstadt waren 30 Regalkilometer Archivalien verschüttet und zum Teil schwer beschädigt worden. 95 Prozent des Archivgutes konnte nach dem Einsturz in mehr als zweijähriger Arbeit geborgen werden, fünf Prozent sind auf Dauer verloren. Allein die Kosten für die Jahrzehnte dauernde Restaurierung der Achivalien werden auf rund 400 Millionen Euro geschätzt. Den Gesamtschaden des Archiveinsturzes beziffert die Stadt auf eine Milliarde Euro.

© 2014 AFP


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