Stadt Bochum platziert Einzelanleihe

250 Millionen Euro für Investitionen

Die Stadt Bochum ist auch mit ihrer vierten Anleihe am Finanzmarkt erneut erfolgreich gewesen und sorgt mit einem Anleihevolumen von einer viertel Milliarde Euro für eine nachhaltig vorteilhafte Finanzierung des städtischen Haushalts.

Bochum - Gemeinsam mit einem Bankenkonsortium, bestehend aus DekaBank, HSBC Trinkaus & Burkhardt und UniCredit Bank hat die Stadt Bochum trotz eines historisch schwierigen Marktumfeldes (Wirtschaftseinbruch aufgrund der Corona-Pandemie, Chaos bei US-Wahl, Streit über Brexit-Umsetzung) erneut überaus erfolgreich eine Anleihe aufgelegt.

Diesmal konnte die Stadt mühelos 250 Millionen Euro am Kapitalmarkt einsammeln. Das ist die bisher größte kommunale Einzelanleihe. Sie hätte auch 400 Millionen Euro aufnehmen können, so groß war das Interesse der Geldgeber an der städtischen Anleihe. Die Stadt hatte aber ihren Finanzbedarf bereits im Vorfeld mit maximal 250 Millionen Euro ausgelotet.

Die in Düsseldorf börsennotierte Anleihe läuft zehn Jahre und hat eine feste jährliche Verzinsung von rund 0,05 Prozent (sogenannte „Re-Offer-Rendite“). „Der günstige Zins und die große Investorennachfrage ist auch ein Ergebnis unserer guten Haushaltssituation“, erläutert der verantwortliche Projektleiter Frank Zillmann. Erleichtert wurde die Anleiheplatzierung zudem durch den immer weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad der Stadt Bochum im Finanzmarkt.

Für die Stadt Bochum selbst, aber auch bundesweit ist dies die bislang größte Anleihe-Platzierung einer einzelnen Kommune. Die Interessenten waren vor allem deutsche Investoren, in erster Linie Banken und Sparkassen, aber zum Teil auch Geldgeber aus Österreich und den Benelux-Staaten. Kämmerin Dr. Eva Maria Hubbert: „Bochum wird verstärkt als dynamische und attraktive Stadt wahrgenommen. Das zunehmend positive Image der Stadt macht auch die Finanzierung einfacher.“