14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Ziercke

Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Ziercke

BKA-Chef durch Edathy-Affäre belastet

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden prüft "Spiegel Online" zufolge die Einleitung möglicher Ermittlungen gegen den Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke. Gegen Ziercke soll imn Zuge der Edathy-Affäre mindestens eine Strafanzeige vorliegen.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden prüft die Einleitung möglicher Ermittlungen gegen den Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke. Dies berichtete "Spiegel Online" unter Berufung auf den Sprecher der Behörde, Hartmut Ferse. Gegen Ziercke liegt dem Bericht zufolge in Wiesbaden mindestens eine Strafanzeige wegen einer möglichen Verletzung des Dienstgeheimnisses vor.

Hintergrund ist das Telefonat, das Ziercke im Oktober 2013 mit dem SPD-Politiker Thomas Oppermann zum Fall des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy führte. Oppermann hatte am Donnerstag erklärt, der damalige Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) habe SPD-Chef Sigmar Gabriel im Oktober mitgeteilt, dass der Name Edathys im Zusammenhang mit Ermittlungen im Ausland genannt werde. Weiter erklärte Oppermann, er habe im Oktober mit Ziercke telefoniert und sich dabei die Informationen über Edathy bestätigen lassen.

Ziercke widersprach dieser Darstellung. Am Wochenende hatte Oppermann dann der "Bild am Sonntag" gesagt, Ziercke habe ihm "keine Einzelheiten genannt". Der BKA-Chef habe die von ihm vorgetragenen Informationen "nicht kommentiert".

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt nach eigenen Angaben gegen Edathy wegen Vorwürfen "im Grenzbereich" zur Kinderpornografie. Friedrich war im Zusammenhang mit der Affäre Edathy am Freitag als Landwirtschaftsminister zurückgetreten.

© 2014 AFP


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