Staatsanwaltschaft geht gegen Urteil zu Tankstellenmord von Idar-Oberstein in Revision

Angeklagter wegen Mordes verurteilt - Ankläger sehen auch besondere Schuldschwere

Nach dem Urteil zum sogenannten Tankstellenmord von Idar-Oberstein geht die Staatsanwaltschaft in Revision.

Das Rechtsmittel sei am Donnerstag eingelegt worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Bis zum kommenden Dienstag sind generell noch Rechtsmittel möglich.

Das Gericht verurteilte am Dienstag den 50-jährigen Mario N. wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte den 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter Alex W. im September vergangenen Jahres im Streit um die Corona-Maskenpflicht erschossen hatte. Die Gewalttat sorgte bundesweit für Entsetzen.

In ihrem Plädoyer forderte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Totschlag. Ein konkretes Strafmaß nannte sie nicht, gab aber an, dass eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten nicht auszuschließen sei.

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