26.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Staatsanwalt fordert nach Vierfachmord von Gunzenhausen lebenslange Haft

Staatsanwalt fordert nach Vierfachmord von Gunzenhausen lebenslange Haft

Ankläger: 31-Jähriger tötete aus Kränkung Frau und drei Kinder

Nach dem Vierfachmord im fränkischen Gunzenhausen hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten lebenslange Haft gefordert.

Gunzenhausen - Außerdem plädierte die Anklage am Mittwoch vor dem Landgericht Ansbach für den 31 Jahre alten Georg K. wegen der Tötung seiner Frau und der drei Kinder auf die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, womit eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen wäre.

Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger sagte, es gebe keine Zweifel, dass K. wenige Tage nach der Trennung seine 29 Jahre alte Frau und die drei Kinder im Alter von drei bis neun Jahren getötet habe. K. habe aus Kränkung wegen der Trennung gehandelt.

Schrotberger sagte, es handle sich bei diesem Fall anders als in anderen Fällen mit Tötungsdelikten innerhalb einer Familie nicht um eine Familientragödie. "Eine Tragödie ist ein schicksalhafter Verlauf, wenn jemand nicht anders kann - das war hier nicht der Fall." K. habe geplant gehandelt wegen seiner verletzten Eitelkeit.

Der Angeklagte hatte sich nach den Morden vom Balkon der im dritten Stock gelegenen Wohnung in die Tiefe gestürzt. Der Oberstaatsanwalt sagte, dies sei aber nicht als Suizidversuch zu bewerten und die Tat damit kein erweiterter Suizid. K. sei mit den Beinen zuerst gesprungen und sei gezielt auf einen Grünstreifen gesprungen. Es sei "sicher" gewesen, dass er den Sprung überlebt.

Seine Ehefrau hatte sich kurz vor der Tat von ihrem Mann getrennt und die Scheidung angekündigt, weil er wiederholt die sieben und neun Jahre alten Söhne geschlagen hatte. Die Polizei verhängte ein Kontaktverbot, außerdem passte der Bruder der Ehefrau in der Wohnung auf diese auf.

K. brach allerdings das Kontaktverbot und lockte seinen Schwager mit einer Finte für wenige Minuten aus der Wohnung - in dieser Zeit soll K. mit kurz vorher von ihm gekauften Messern die Morde begangen haben.

(xity, AFP)


Copyright 2019 © Xity Online GmbH