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Spitzenpolitiker nutzen zunehmend klimaschonende Autos

"Rote Karte" im Dienstwagen-Check für fünf Länderchefs

Im aktuellen Dienstwagen-Check von Umweltschützern kommen viele Spitzenpolitiker gut weg - fünf Ministerpräsidenten haben aber auch "übermotorisierte Limousinen".

Berlin - Erstmals hielt der Untersuchung zufolge mit Baden-Württembergs Landesvater Winfried Kretschmann (Grüne) ein Ministerpräsident den EU-Grenzwert für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen ein, wie der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch mitteilte. Dennoch erhielten fünf Ministerpräsidenten eine "Rote Karte" für ihre "nicht mehr zeitgemäßen übermotorisierten Limousinen".

Bei ihrer Untersuchung verzeichnete die DUH hohe CO2-Werte bei den Dienstwagen von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (beide CDU), der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) und Bayerns Landesvater Horst Seehofer (CSU). Sie alle erhielten die "Rote Karte", weil ihre Fahrzeuge EU-Zielwert für CO2-Emissionen überschreiten. Karten in Grün und Gelb vergibt die Umwelthilfe in ihrer traditionellen Dienstwagen-Untersuchung für Fahrzeuge, die den EU-Zielwert unterschreiten oder aber einhalten.

Für den achten Dienstwagen-Check gaben insgesamt 228 Spitzenpolitiker Auskunft über CO2-Ausstoß, Spritverbrauch und Motorleistung ihrer Autos. Erstmal stellte die Umwelthilfe dabei einen "klaren Trend hin zu sparsameren Fahrzeugen mit weniger Klimagasemissionen fest", wie Resch betonte. Bei den zehn untersuchten Bundesministern fanden die Tester keine negativen Ausreißer mehr - jedoch auch keine Vorbilder: Alle Bundesminister erhielten die "Gelbe Karte".

Bunter wurde es auf der Ebene der Staatssekretäre: Jeweils fünf von ihnen erhielten eine "Grüne" beziehungsweise eine "Rote Karte". Beim Ranking der Klimagasemissionen nach Parteien auf Landesebene lagen die Spitzenpolitiker der Grünen vorn - sie erreichten exakt den EU-Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer. Es folgten die Linken, die SPD sowie die CDU gleichauf mit der FDP. Das Schlusslicht bilden wie in den Vorjahren die Spitzenpolitiker der CSU mit 178 Gramm CO2 pro Kilometer.

(xity, AFP)


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