Spektakuläre Flucht aus ICE

Taschendieb verletzt einen Mann mit dem Messer

In einem Zug spielte sich am Montag, des 6. Juni 2016, eine spektakuläre Flucht ab.

Essen - Nach Angaben einer 32-jährigen Frau und ihres 37-jährigen Mannes aus Unna nutzten beide um 14:38 Uhr den ICE 723 ab Bochum nach Essen. Im Bochumer Hauptbahnhof begab sich auch ein Taschendieb in den Zug und nutzte die Unaufmerksamkeit des Paares, während diese ihr Gepäck verstauten, um die Handtasche der 32-Jährigen zu entwenden. Anschließend wollte der Dieb aus dem Zug unverzüglich flüchten. Die Türen des ICE waren jedoch bereits wieder verschlossen und der Zug rollte los. Daraufhin versteckte der Täter sich auf einer Zugtoilette und schloss sich dort ein.

Der 37-Jährige hatte den dreisten Diebstahl bemerkt und einen Bahnmitarbeiter informiert. Zusammen forderten sie den Dieb auf, die Toilette zu verlassen. Dieser öffnete dann auch die Tür und sprühte durch den Türspalt Pfefferspray in die Gesichter der beiden Männer. Im anschließenden Gerangel mit dem renitenten Dieb, zog dieser ein Taschenmesser und verletzte den 37-Jährigen an der Hand und am Kopf. Anschließend flüchtete er in das nächste Abteil, entnahm dort einen Nothammer aus der Haltevorrichtung und schlug eine Abteilfensterscheibe ein.

Bei Ankunft des Zuges in Essen sprang der Täter durch die zerstörte Scheibe aus dem stehenden Zug und flüchtete über die Gleisanlagen in Richtung Hollestraße.

Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung durch die Bundespolizei verlief ergebnislos. In der gestohlenen Handtasche befand sich neben einer größeren Summe Bargeld auch ein Smartphone, ein Tablet und Ausweisdokumente.


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