12.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> SPD will Rückkehr zu Euro-Hawk-Projekt prüfen

SPD will Rückkehr zu Euro-Hawk-Projekt prüfen

Drohne wegen fehlender Luftraum-Zulassung gestoppt

Die SPD erwägt eine Rückkehr zum umstrittenen Drohnenprojekt Euro Hawk. "Es muss ernsthaft geprüft werden, ob der Euro Hawk nicht doch zum Erfolg geführt werden kann", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold.

Berlin - Es sei besser, diesen Weg weiterzugehen als "viel Geld für eine deutlich schlechtere Lösung auszugeben," erklärte Arnold.

Hintergrund für Arnolds Forderung sind offenbar weitere Verzögerungen bei der Suche nach alternativen Trägersystemen für das Aufklärungssystem "Isis". Eigentlich sollte der Zeitung zufolge die Entscheidung darüber bis Ende März getroffen werden.

Als Alternative zum Euro Hawk sei unter anderem im Gespräch, "Isis" in einem bemannten Flugzeug zu installieren - entweder in einem Passagierflugzeug oder in einem kleineren Geschäftsflieger, berichtete die "PNP". Auch eine israelische Drohne als Trägersystem werde geprüft. Diese Alternativ-Varianten sprengen nach Angaben der Zeitung aber den vereinbarten Kostenrahmen von 613 Millionen Euro um bis zu 200 Millionen Euro.

Das Drohnenprojekt Euro Hawk war im Mai vergangenen Jahres wegen fehlender Zulassung für den deutschen Luftraum gestoppt worden - nachdem bereits Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe getätigt worden waren. Der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière geriet deshalb stark unter Druck.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH