01.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> SPD plant für Einwanderung angeblich Punktesystem

SPD plant für Einwanderung angeblich Punktesystem

Qualifikation soll stärker berücksichtigt werden

Die SPD setzt einem Medienbericht zufolge bei der Einwanderung auf ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild.

Berlin - Damit solle die Zuwanderung nach Deutschland nach Kriterien wie Alter, Ausbildung oder Sprachkenntnissen gesteuert werden, berichtet die Zeitung "Die Welt" (Onlineausgabe) unter Berufung auf ein Positionspapier, das am Dienstag in der SPD-Fraktion beschlossen werden solle.

Ein SPD-Fraktionssprecher teilte dazu auf Anfrage mit, ein fertiges Papier liege noch nicht vor. Der Sprecher bestätigte aber, dass der fertige Text nach weiteren Gremienberatungen am Dienstagnachmittag der Fraktion vorgelegt werden solle. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hatte das Papier zuvor für diese Woche angekündigt und dabei auch auf Vorstöße aus der CDU für ein neues Einwanderungsgesetz verwiesen.

Dem "Welt"-Bericht zufolge will die SPD in dem Positionspapier deutlich machen, dass Deutschland "mehr Wert auf die Qualifikation als auf die Herkunft eines Einwanderers legen" müsse. Nach dem kanadischen System haben zudem Bewerber bessere Chancen, wenn sie sich für Branchen mit einer hohen Nachfrage nach Fachkräften interessieren. Von Seiten der SPD sei zudem im Rahmen eines Pilotversuchs eine Quote vorgesehen, um die Zahl der Einwanderer zu begrenzen.

Weiter plant die SPD laut "Welt", gut ausgebildete Menschen, die beispielsweise aus Bürgerkriegsländern als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, leichter und schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auch solle es für Asylbewerber einfacher werden, bis zum Abschluss ihrer Ausbildung in Deutschland zu bleiben. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland solle weiter beschleunigt und verbessert werden.

(xity, AFP)


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