SPD peilt in Rheinland-Pfalz Ampelkoalition an

Dreyer: Große Koalitionen nur für "Notsituationen"

Die SPD in Rheinland-Pfalz peilt eine Ampelkoalition mit der FDP und den Grünen an.

Mainz - Eine große Koalition sei nur für "Notsituationen", deshalb werde die SPD jetzt das Gespräch mit der FDP und den Grünen suchen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Berlin.

Die FDP äußerte sich zunächst zurückhaltend. "Wir warten nicht auf ein Angebot der SPD. Unser Ziel war es, in den Landtag zu kommen", sagte Hartmut Höppner, Hauptgeschäftsführer der Liberalen in Rheinland-Pfalz, der Nachrichtenagentur AFP am Montag.

Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz ist die SPD nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 36,2 Prozent stärkste Kraft geworden. Auf dem zweiten Platz liegt die CDU mit 31,8 Prozent. Drittstärkste Kraft im Mainzer Landtag wird die AfD mit 12,6 Prozent.

Die Grünen verloren deutlich, schafften mit 5,3 Prozent der Stimmen aber erneut den Einzug in das Landesparlament. Die FDP kommt den offiziellen Zahlen zufolge auf 6,2 Prozent und ist damit wieder im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten.

Eine Fortführung des bisherigen Regierungsbündnisses aus SPD und Grünen ist damit nicht mehr möglich. Die Sozialdemokraten kommen auf 39 Sitze, die CDU auf 35. Die AfD schickt 14 Abgeordnete in den Landtag, die FDP sieben und die Grünen sechs.

(xity, AFP)