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SPD macht Tempo bei Vollzeit-Rückkehr und Frauenquote

Rückkehrrecht soll gesetzlich verankert werden

Frauen mit Teilzeit-Jobs sollen nach Plänen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bald ein gesetzliches Recht auf Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung bekommen. Ein entsprechendes Gesetz solle im kommenden Jahr verabschiedet werden.

Frauen mit Teilzeit-Jobs sollen nach Plänen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bald ein gesetzliches Recht auf Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung bekommen. Ein entsprechendes Gesetz solle im kommenden Jahr verabschiedet werden, kündigte Nahles in der "Bild am Sonntag" an. "Die meisten Frauen in Teilzeit würden gerne mehr Stunden arbeiten, und die Wirtschaft braucht diese Frauen", sagte Nahles. Sie bereite deshalb ein Gesetz vor, "das eine Befristung der Teilzeit auf einige Jahre ermöglicht und ein Rückkehrrecht auf Vollzeit vorsieht".

Ein Rückkehrrecht hatten bereits Teile der Union in der schwarz-gelben Bundesregierung gefordert, sie waren damals allerdings am Widerstand der FDP gescheitert. Von der Teilzeit machen vor allem Frauen Gebrauch. Bisher liegt ihre Rückkehr zur Vollzeit im Ermessen des Arbeitgebers.

Derweil kündigte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) an, bereits in den kommenden zwei Wochen den Gesetzentwurf zur Frauenquote für Aufsichtsräte in der Wirtschaft vorzulegen. Die Frauenquote wolle er "noch im März auf den Weg bringen", sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Maas kritisierte den Widerstand der Wirtschaft gegen das Vorhaben. Obwohl es gegenwärtig die "am besten ausgebildete Generation von Frauen" gebe, warne die Wirtschaft vor bürokratischem Aufwand und davor, dass es zu wenig qualifizierte Frauen gebe. Die Frauenquote für die Aufsichtsräte und die Selbstverpflichtung bei den Vorständen werde "Personalpolitik nachhaltig verändern", zeigte sich Maas sicher. "Die Wirtschaft muss sich darauf einstellen, sie muss Frauen fördern."

© 2014 AFP


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