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SPD-Vize Stegner: Parteiinterne Kritik nicht hilfreich

Reaktion auf Äußerungen Albigs und Steinbrücks

SPD-Vizechef Ralf Stegner ist verärgert über die Wortmeldung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig, der ohne einen Kanzlerkandidaten in die Wahl 2017 ziehen will.

Berlin - "Das war jetzt ein Beginn des Sommers mit Beiträgen, die uns nicht weiterhelfen", sagte Vize-Parteichef Ralf Stegner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zu Äußerungen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Ex-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. "Wir sollten uns auf die Konkurrenz mit der Union konzentrieren."

Albig hatte in der vergangenen Woche in der SPD für Verärgerung mit der Aussage gesorgt, die Partei müsse sich überlegen, ob sie 2017 angesichts der Beliebtheit von Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) überhaupt einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstelle. Das Wahlziel könne auch lauten, erneut an der Regierung beteiligt zu sein. Auch Steinbrück beurteilte die Siegchancen seiner Partei pessimistisch. "Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben, über 30 Prozent zu kommen", sagte er am Wochenende.

"Vieles daran ist Peer Steinbrück wie wir ihn kennen", sagte Stegner. "Immer interessant, immer kantig, aber nicht gerade mit neuen Positionen." Als Parteichef habe Sigmar Gabriel seit 2009 viel Positives bewirkt, sagte Stegner. "Natürlich ist er jemand, an dem man sich reiben kann." Aber die SPD sei halt nicht wie die CDU. "Da wird gemacht, was Mutti sagt. In der SPD gilt das nicht für Vati oder für sonst jemanden."

(xity, AFP)


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