SPD-Vize Kühnert bezeichnet FDP-Chef Lindner als "Luftikus"

Scharfe Kritik trotz Spekulationen über Zusammenarbeit in Ampel-Koalition

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hat ungeachtet einer möglichen Zusammenarbeit mit der FDP in einer Ampel-Koalition FDP-Chef Christian Lindner hart attackiert. Er bezeichnete ihn in der "Rheinischen Post" vom Donnerstag als "Luftikus". Er sei ein Spieler, "der sogar Superreiche steuerlich entlasten will, gleichzeitig aber kein seriöses Finanzkonzept hat". Er frage sich, "mit welcher Partei er auf dieser windigen Grundlage zusammenarbeiten möchte".

Kühnert warf Lindner vor, dieser habe sich im Wahlkampf schon auf Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) als Kanzler festgelegt, auf das Finanzministerium für die FDP und auf eine klare Absage an eine grüne Kanzlerin. "Jede Woche eine neue Parole", kritisierte der SPD-Vize. Sollte die SPD bei der Wahl am Sonntag stärkste Kraft werden, könnte Kanzlerkandidat Olaf Scholz versuchen, eine Ampel-Koalition mit Grünen und FDP zu bilden.

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