SPD-Politikerin Kofler neue Menschenrechtsbeauftragte

48-Jährige tritt Nachfolge ihres Parteikollegen Strässer an

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler ist neue Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung.

Berlin - Das beschloss am Mittwoch das Bundeskabinett, wie das Auswärtige Amt über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die 48-Jährige tritt die Nachfolge ihres Parteikollegen Christoph Strässer an, der am Montag seinen Rücktritt zum Monatsende erklärt hatte.

Strässer hatte dies in einer Erklärung mit der Doppelbelastung durch das Amt und sein Bundestagsmandat begründet. In einem Interview nannte er später aber auch die Asylrechtsverschärfungen der Bundesregierung als Beweggrund, sein Amt nach rund zwei Jahren abzugeben.

Die Bayerin Kofler ist Mitglied im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie im Auswärtigen Ausschuss. Sie zog 2004 in den Bundestag ein und ist dem linken Flügel der SPD zuzurechnen. Kofler ist nach eigenen Angaben unter anderem Mitglied bei der IG Metall, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, der Erziehungsgewerkschaft GEW sowie bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Kofler wurde 1967 in Freilassing geboren und machte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse. Nachdem sie über einen Fernkurs die Fachhochschulreife nachholte, begann Kofler 1987 ein Informatikstudium in Rosenheim.

Später studierte sie außerdem an der Universität Salzburg Russisch und Spanisch. Nach ihrer Promotion ging Kofler 1999 für zwei Jahre als Lektorin nach Moskau an die Technische Universität und arbeitete im Anschluss freiberuflich als Sprachlehrerin.

(xity, AFP)